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„Mir war nicht langweilig“: Joachim Löw hat wieder Lust auf Arbeit

„Mir war nicht langweilig“
Joachim Löw hat wieder Lust zu arbeiten

Joachim Löw macht seit mehr als einem Jahr Pause. Doch nun ist der langjährige Fußball-Bundestrainer bereit für eine neue Aufgabe. Er wolle auf die Trainerbank zurückkehren, kündigte er bei der Verleihung des Walther-Bensemann-Preises an.

Der langjährige Bundestrainer Joachim Löw liebäugelt noch immer mit dem Gedanken, in den Trainerberuf zurückzukehren. „Ich lasse es nochmal ein bisschen auf mich zukommen. Im Sommer gab es auch konkrete Anfragen und Angebote“, sagte der 62-Jährige in Nürnberg. „Ob Nationalmannschaft oder Verein, ich muss sehen, wie es sich anfühlt und welche Anforderungen gestellt werden. Aber Spaß habe ich natürlich trotzdem.“ Bei der Gala zur Verleihung des Deutschen Fußballkulturpreises wurde Löw der Walther-Bensemann-Preis verliehen.

Nach 15 Jahren als Bundestrainer verließ Löw den DFB im Sommer 2021 nach dem Achtelfinale bei der EM und pausierte seitdem. „Ich habe mich nicht gelangweilt“, sagte Löw. „Ich hatte wirklich genug Zeit für meine Familie, Freunde und andere Dinge.“ Er sei unglaublich dankbar, dass er so lange Bundestrainer sein durfte. „Ich bin auch stolz, dass ich diese jungen Männer so lange begleiten durfte. Sie sind zu Persönlichkeiten geworden, die ihre Meinung gesagt haben“, sagte Löw mit Blick auf Spieler wie Manuel Neuer, Philipp Lahm & Co. Löw steht für „einen“. „Fußball-Revival“ der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit dem krönenden Abschluss des WM-Titels 2014, wie „Kicker“-Chefredakteur Jörg Jakob in der Laudatio betonte.

Oberdorf mit dem Spruch des Jahres

Der nach „Kicker“-Gründer Walther Bensemann benannte Preis nimmt nach Angaben des Veranstalters eine Sonderstellung unter den Fußball-Kulturpreisen ein: Er steht für das Anliegen der Deutschen Akademie für Fußballkultur, Fußball über den Fußball hinaus als kulturelle, historische, soziales und politisches Phänomen zu verstehen. Damit werden laut Akademie Menschen geehrt, „die Herausragendes für den Fußball geleistet haben“. Zu den Preisträgern gehören Franz Beckenbauer, Alfredo Di Stéfano und Uwe Seeler.

Nationalspielerin Lena Oberdorf hat vor den Fans des Regionalligisten Bremer SV die Wahl zum Fußball-Motto des Jahres 2022 gewonnen. Vize-Europameisterin Oberdorf sagte anlässlich der erfolgreichen EM in England im vergangenen Juli: „Frauenfußball, Männerfußball. Es ist ein Fußball.“ Die Fanszene des Regionalliga-Aufsteigers Bremer SV hatte beim Pokalspiel gegen Schalke 04 Ende Juli auf einem Transparent gehangen: „Choreo fällt heute aus, die haben beim Aufstieg das Geld getrunken!“