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Michel Friedman kritisiert die mangelnde Härte gegenüber Antisemitismus


TV-Kolumne „Hart aber fair“: Michel Friedman kritisiert mangelnde Härte gegen Antisemitismus

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Dienstag, 24. Oktober 2023, 04:17 Uhr

Der jüdische Autor Friedman fordert harte Strafen für antisemitische Verbrechen. Der Grünen-Chef Omid Nouripour ist dazu bereit – und auch für militärische Unterstützung Israels im Kampf gegen die Terrorgruppe Hamas.

„Maybrit Illner“, „Anne Will“, „Hart aber fair“: Alle Talks im öffentlich-rechtlichen Fernsehen behandeln derzeit nur ein Thema – den wachsenden Krieg im Nahen Osten. So auch bei „Hart aber fair“ mit dem Thema: „Erst Terror, bald Krieg: Keine Chance auf Frieden im Nahen Osten?“

Die mit Abstand meistgesprochene Person ist der jüdische Autor Michel Friedman, der traurig darüber ist, dass am Sonntag in Berlin nur rund 10.000 Menschen pro-israelisch demonstriert haben. „Das ist sehr wenig. Das reicht der deutschen Gesellschaft nicht.“ Tatsächlich ist das wenig, wenn man bedenkt, dass am selben Wochenende in Düsseldorf rund 7.000 Menschen gegen Israel auf die Straße gingen. Zeitweise kam es auch zu Ausschreitungen, aber immerhin zu antiisraelischen Hetzparolen.

Wie kann man Hassreden bekämpfen? „Zuhören, einordnen, reflektieren“

Jouanna Hassoun, Deutsch-Palästinenserin, plädiert für Verständigung. Sie glaubt: „Die Randalierer sind nicht die Mehrheit.“ Sie möchte Menschen in Schulen aufklären. Was wäre, wenn sie dort antisemitische Parolen erleben würde? Ihr Rezept lautet: „Zuhören, einordnen und reflektieren.“ Das klingt nicht besonders überzeugend. Ein von der ARD befragter Passant sagte zum Hamas-Angriff: „Das ist gut, ich freue mich, wir haben gefeiert!“ Es ist fraglich, ob Hassoun Menschen wie sie zum Nachdenken bringen kann.

Weg von Putin, hin zu Katar: Ein gefährliches Geschäft?

Michel Friedman übernimmt bei der Interpretation erneut die Führung. Er erinnert an die Rolle des Iran und seine Unterstützung für Terrorgruppen wie die Hamas. Er sagt: „Warum sind wir Deutschen so schwach, einem Staat wie Iran Flagge zu zeigen?“ Die deutsch-iranischen Transaktionen mit Waren aus Deutschland belaufen sich jährlich auf 1,6 Milliarden Euro.

Auch Michel Friedman kritisiert die wirtschaftliche Anbindung Deutschlands an Katar. „Wir bewegen uns weg vom Diktator Putin und hin zum Diktator in Katar für LNG-Gas.“ Nouripour antwortet: Für weitere Sanktionen, etwa gegen Iran, brauche die Europäische Union mit 27 Staaten Einstimmigkeit.

Deutsche Munition für Israel, ja. Auch deutsche Soldaten?

Auch Grünen-Chef Nouripour sieht die Deals mit Katar anders: Aus den Gas-Deals könne man jetzt nicht aussteigen. „Und natürlich müssen wir auch mit ihnen reden, wenn es um Geiselbefreiungen geht.“ Er betont: „Wir müssen Israel zur Seite stehen.“ Das bedeutet auch: „Ja, Israel wird von uns Munition bekommen.“ Müssen auch deutsche Soldaten dabei sein? „Ich glaube nicht.“

Guido Steinberg, ein Islamwissenschaftler, hält es für unwahrscheinlich, dass die Hamas trotzdem zerstört wird. „Die Terrorgruppe kann nicht vollständig zerstört werden; Diese Bewegung ist zu groß.“

Grünen-Chef: „Grenzen klar, mit Pädagogik kommen wir nicht weiter“

Autor Friedman bringt die Diskussion zurück nach Deutschland. „Viele jüdische Familien haben Angst, ihre Kinder zur Schule zu schicken.“ Er macht deutlich: „Das ist ein Offenbarungseid der deutschen Gesellschaft.“ Es geht um die Frage: „Leben wir in einer freien Gesellschaft?“ Michel Friedman fährt fort: „Ich erwarte von diesem Staat, dass er antisemitische Verbrechen sofort bestraft!“

Omid Nouripour wuchs im Iran auf und musste wie alle anderen beim Appell vor der Schule schreien, dass Israel zerstört werden sollte. Der Grünen-Chef hat eine klare Meinung zu antisemitischen Taten – auch im Hinblick auf Abschiebungen: „Wir müssen diese klare Grenze ziehen, mit der Pädagogik kommen wir nicht weiter.“ Frau Hassoun neben ihm ist davon offensichtlich nicht beeindruckt.



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