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Maskenpflicht: Baden-Württemberg kippt die Regel in Pflegeheimen


Das Land Baden-Württemberg kippt die Maskenpflicht in Pflegeheimen aus eigener Kraft. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) sagte der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart, die Einrichtungen seien am Freitag per Brief über diese Neuerung informiert worden.

Die Heime und Einrichtungen für Behinderte könnten nun selbst entscheiden, ob sie an der Maskenpflicht in Gemeinschaftsräumen festhalten wollen. Die Bundesregierung hat auf Drängen des Landes einen Katalog mit Fragen und Antworten zu den umstrittenen Paragrafen des Infektionsschutzgesetzes vorgelegt. „Danach ist es aus unserer Sicht vertretbar, auf die Maskenpflicht in Gemeinschaftsräumen zu verzichten“, sagte Lucha. Es ist wichtig, soziale Kontakte zu ermöglichen.

Das seit dem 1. Oktober geltende Infektionsschutzgesetz schreibt vor, dass Menschen in Pflegeheimen eine FFP2-Maske tragen müssen, sobald sie ihr Zimmer verlassen. Eines der Gegenargumente ist, dass bei vielen älteren Menschen die ohnehin geschwächte Atmung noch schlimmer würde. Zudem haben Kritiker bereits angemerkt, dass es für Bewohner mit Demenz besonders wichtig ist, die Mimik der Pfleger sehen zu können.



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