Wirtschaft und Börse

Margrethe Vestager, Vizepräsidentin der EU-Kommission, warnt vor Beihilfen für die Industrie ge


Der Steuerzahler kann die Industrierechnungen nicht ewig bezahlen“, sagte der für Subventionskontrolle zuständige Vizepräsident der Süddeutschen Zeitung (Samstagausgabe). „Wir müssen Wege finden, diese Energierechnungen zu senken“, ergänzte Vestager.

„Deshalb sind mehr Investitionen in grüne Energien oder in das Stromnetz so wichtig. Ohne sie wird die Krise länger dauern“, sagte der liberale Politiker aus Dänemark. Auch Vestager warnte davor, dass sich Europas Wirtschaft auf dauerhaft höhere Kosten einstellen müsse: „Rohstoffe, Energie und Lieferketten werden künftig teurer“, sagte die EU-Politikerin. „Denn wir haben gemerkt, dass wir für diese Billigimporte eigentlich einen hohen Preis bezahlt haben: Wir sind ein Risiko eingegangen, haben uns abhängig gemacht und leiden jetzt.“ Auch in der Debatte, ob die EU neue gemeinsame Schulden aufnehmen solle, um mehr Hilfen gegen die Energiekrise an die Mitgliedsstaaten zahlen zu können, bezog Vestager Stellung: „Wir sollten erst einmal feststellen, welche ungenutzten Mittel wir noch haben“, sagte sie Vestager. „Und wir sollten ermitteln, was gebraucht wird. Zumal es für die Kommission nicht mehr so ​​günstig ist, Anleihen zu platzieren wie vor zwei Jahren“, sagte Vestager.

dts Deutsche Textdienst Nachrichtenagentur GmbH



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