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Live-Updates: Russlands Krieg in der Ukraine


Wladimir Osechkin sagt, er ging auf seinen Esstisch zu, Teller mit Spaghetti für seine Kinder in den Händen, als er den roten Laser entdeckte, der über die Wand tanzte.

Er wusste, was kommen würde.

Er knallte das Licht aus und sagte, er und seine Frau hätten ihre Kinder zu Boden gezogen, seien außer Sichtweite und in einen anderen Bereich der Wohnung geeilt. Minuten später, sagt Osechkin, sei ein Attentäter gefeuert worden, der hastig eingetroffene Polizisten mit dem russischen Dissidenten verwechselt habe.

Für die nächsten 30 Minuten, sagte Osechkin gegenüber CNN, lagen seine Frau und seine Kinder auf dem Boden. Seine Frau, die ihren Kindern am nächsten stand, schützte sie während des Angriffs vom 12. September vor weiteren Kugeln.

„In den letzten 10 Jahren habe ich viele Dinge getan, um die Menschenrechte und andere Menschen zu schützen. Aber in diesem Moment verstand ich, dass meine Mission, anderen Menschen zu helfen, ein sehr hohes Risiko für meine Familie darstellte“, sagte Osechkin gegenüber CNN aus Frankreich, wo er seit 2015 lebt, nachdem er aus Russland geflohen war und Asyl beantragt hatte. Er genießt jetzt Vollzeit-Polizeischutz.

Er ist zum Verfechter einer wachsenden Zahl hochrangiger russischer Beamter geworden, die in den Westen überlaufen, ermutigt und verärgert über den Krieg des Kreml in der Ukraine. Er sagt, unter ihnen seien Ex-Generäle und Geheimagenten.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Entschlossenheit gezeigt, die vermeintlichen Feinde des Kremls im Ausland zu jagen. Osechkin wurde in Russland in Abwesenheit festgenommen und steht derzeit auf der „Fahndungsliste“ der russischen Behörden. Frankreich hat ihm Zuflucht gewährt, aber Sicherheit ist viel schwerer zu bekommen.

Osechkins Arbeit als investigativer Journalist und Anti-Korruptions-Aktivist – er hat es sich also zur Aufgabe gemacht, die Geheimnisse des russischen Staates zu kennen – hilft ein Stück weit. Zweimal, so erzählt er CNN, seien die Mörder durch Hinweise vor seiner Tür gelandet.

„Wladimir, sei vorsichtig“, schrieb ihm eine Quelle in der tschetschenischen Diaspora im Februar. „Es gab bereits ein Angebot für eine Vorauszahlung, um Sie zu eliminieren.“

Osechkins Antwort ist erschreckend ruhig. „Guten Abend. Wow. Und wie viel wird für meinen grauen Kopf geboten?“

Osechkin lebt jetzt unter ständiger bewaffneter Bewachung durch die französischen Behörden, seine Adresse und sein Tagesablauf sind geheim.

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