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Lehrer an Hamburger Schulen bedroht: Ermittlungen gegen fünf Verdächtige | NDR.de – Nachrichten


Lehrer an Hamburger Schulen bedroht: Ermittlungen gegen fünf Verdächtige | NDR.de – Nachrichten

Stand: 09.11.2023 14:15 Uhr

Nach Drohungen gegen Lehrer an zwei Hamburger Schulen hat die Polizei am Mittwoch einen weiteren Jungen vorläufig festgenommen. Alle fünf Verdächtigen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Der 13-Jährige stehe im Verdacht, bei dem Vorfall an der Blankeneser Stadtteilschule dabei gewesen zu sein, teilte die Polizei in Hamburg am Donnerstag mit. Deshalb wurde am Mittwochabend die Wohnung, in der der 13-Jährige wohnt, durchsucht. Die Staatsanwaltschaft hatte einen entsprechenden Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Dort wurde auch eine dritte Spielzeugpistole gefunden. Insgesamt fünf Jungen wurden inzwischen von der Polizei festgenommen und erkennungsdienstlich erfasst. Im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wurden sie der Obhut ihrer Erziehungsberechtigten übergeben.

Lehrer an zwei Schulen bedroht

Am Mittwochnachmittag bedrohten zwei Jungen in einem Klassenzimmer einer Bezirksschule in Blankenese einen Lehrer mit einer Waffe und lösten damit einen groß angelegten Polizeieinsatz aus. Erst nach vier Stunden konnten die Einsatzkräfte Entwarnung geben. Fast zeitgleich gab es am Nachmittag erneut Alarm wegen einer Bedrohungslage an der Schule Mendelssohnstraße im Stadtteil Bahrenfeld. Eine dortige Aufklärungstruppe wurde bedroht. Kurze Zeit später konnten Ermittler der Zivilpolizei dort vier Jungen festnehmen, einen 11-Jährigen, zwei 12-Jährige und einen 14-Jährigen. Außerdem wurden bei ihnen zwei Spielzeugpistolen beschlagnahmt. Zunächst ging die Polizei davon aus, dass es sich bei dem 11-Jährigen um einen 13-Jährigen handele. Einer der Zwölfjährigen und der später festgenommene 13-Jährige stehen im Verdacht, für die Drohung in Blankenese verantwortlich zu sein.

AUDIO: Drohungen gegen Lehrer: Polizei spricht nun von fünf Tatverdächtigen (1 Min)

Großer Polizeieinsatz in Blankenese

In der Bezirksschule Blankenese an der Frahmstraße sei am Morgen ein Lehrer einer 8. Klasse vor Schülern von zwei Jugendlichen oder Kindern mit einer Waffe bedroht worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die beiden Jungen sollen auf den Lehrer gezielt haben. Nach Angaben der Polizei verließen sie anschließend das Klassenzimmer und flüchteten in unbekannte Richtung. Ob es sich dabei um Schüler der Bezirksschule Blankenese handelt, ist noch unklar. Der Schulleiter alarmierte nach dem Vorfall die Polizei. Ein Großaufgebot durchsuchte die Schule. Die Suche war erfolglos. Erst nach mehr als vier Stunden gab die Polizei Entwarnung. Niemand wurde verletzt. Insgesamt waren 400 Polizisten im Einsatz. Ein Polizeihubschrauber kreiste stundenlang über dem Tatort.

Schule geräumt

Kurz vor der vierten Unterrichtsstunde forderte der Direktor die Kinder, Jugendlichen und Lehrer auf, sich in den Klassenräumen einzuschließen. Bewaffnete Einsatzkräfte durchkämmten daraufhin die Schulräume und begleiteten die Schüler aus den Gebäuden.

Videos

Der Lehrer Michael Jöde von der Kreisschule Blankenese gibt ein Interview.  © NDR Foto: Screenshot

6 Min

Nach der Bedrohung eines Lehrers kam es an der Bezirksschule Blankenese zu einem Großeinsatz. Michael Jöde beschreibt, wie er den Tag erlebt hat. 6 Min

„Einige haben angefangen zu weinen“

Die noch im Gebäude befindlichen Personen wurden zu einer Sammelstelle gebracht. Viele besorgte Eltern warteten bereits am eingerichteten Sammelplatz in der Reichspräsident-Ebert-Kaserne. „Ich war in einer Besprechung und bekam den Anruf von meiner weinenden Tochter“, sagte ein Vater. Um sie abzulenken, organisierte der Lehrer mit den Kindern Karaoke. Eine Studentin beschrieb, wie sie im Musikzimmer war, als die Ankündigung kam, sich einzuschließen und ruhig zu bleiben. „Einige Leute haben gerade angefangen zu weinen“, sagte sie, nachdem sie von ihrem Vater begrüßt wurde.

Etwas anderer Unterricht am nächsten Tag

An der Bezirksschule Blankenese gibt es rund 1.150 Schüler und mehr als 120 Lehrer. Am Donnerstagmorgen wurde dort der Unterricht wieder aufgenommen. Um 10 Uhr versammelten sich die Schüler in ihren Klassen. Nach Angaben der Schulbehörde wurden die Kinder und Jugendlichen auch vom Kriseninterventionsteam und Schulpsychologen der regionalen Bildungs- und Beratungsstelle betreut und beraten. Insofern sei es „sicherlich kein ‚normaler‘ Unterrichtstag gewesen, sondern eher von den gestrigen Ereignissen geprägt“, sagte ein Behördensprecher.

Weitere Informationen

Ein Polizist in olivgrüner Kampfmontur steht mit einem Maschinengewehr um den Hals vor der Eingangstür einer Schule.  © Screenshot

6 Min

Zwei Jungen sollen einen Lehrer einer achten Klasse bedroht haben. Reporter Heiko Sander im Gespräch. (11.08.2023) 6 Min

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 9. November 2023 | 15:00 Uhr

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