Skip to content
Laut einem Medienbericht erhalten mehr als zwei Millionen Rentner die Energiepreispauschale doppelt


Das Arbeitsministerium teilte mit, dass 2,05 Millionen Rentner arbeits- und rentenberechtigt seien, schreibt die „Welt am Sonntag“. Die Zahl setzt sich zusammen aus 0,9 Millionen Rentnern, die einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, und 1,15 Millionen, die einem Minijob nachgehen.

Die beiden Dienste sind getrennt zu betrachten. Rentner könnten in „beiden Personengruppen“ anspruchsberechtigt sein. Hinzu kommen laut Deutscher Rentenversicherung 95.000 Versicherte, die erst nach Auszahlung der Energiepreis-Flatrate für Berufstätige im September und vor dem 1. Dezember, dem Stichtag der Rentner-Flatrate, in Rente gehen. So kommt man auf die insgesamt rund 2,15 Millionen Rentner, die doppelt kassieren. Die Doppelzahlungen erhöhen die Kosten der Energiepreis-Flatrate um rund 640 Millionen Euro. Kritik kam vom Sozialpolitiker Hermann Gröhe, einem der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Das Gesetz sei schlecht gemacht, sagte er der „Welt am Sonntag“. Andererseits wurden wichtige Gruppen vergessen, zum Beispiel bestimmte Unfallopfer, Opfer von Gewaltverbrechen oder Freiberufler. Kritik kommt auch vom Bund der Steuerzahler. Eine mögliche Doppelzahlung des Energiepreises hätte die Politik von Anfang an berücksichtigen müssen, sagte Präsident Reiner Holznagel. Stattdessen scheiterte erneut die politische Kommunikation. Auch Holznagel kritisierte den automatischen Bezahlvorgang. „Diejenigen, die aus Fairnessgründen keinen doppelten Gefallen wollen, können nicht einmal aussteigen oder es zurückzahlen“, sagte er.

dts Deutsche Textdienst Nachrichtenagentur GmbH