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Landwirtschaftliche Erzeugerpreise: Lebensmittel dürften noch teurer werden


Stand: 14.11.2022 10:58 Uhr

Der Anstieg der Erzeugerpreise für Agrarprodukte hat sich im September weiter beschleunigt. Der größte Zuwachs war bei Kartoffeln zu verzeichnen. Das sind schlechte Nachrichten für Verbraucher.

Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Erzeugnisse lagen im September um 39,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt errechnete. Im August betrug das Plus 34,5 Prozent und im Juli 33,4 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat August stiegen die Preise um 2,5 Prozent.

Die Preise für pflanzliche Produkte stiegen innerhalb eines Jahres um 26 Prozent. Grund für diesen Preisanstieg waren unter anderem die Getreidepreise, die im Vergleich zum Vorjahresmonat um 41 Prozent gestiegen sind.

Bei Obst war im September ein Minus von 4,7 Prozent zu verzeichnen. Die Erzeugerpreise für Gemüse hingegen stiegen innerhalb eines Jahres um 22,8 Prozent. Landwirte verdienten für Speisekartoffeln 73 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Aber es gab auch einen kleinen Lichtblick: Äpfel wurden um 20,6 Prozent billiger.

Tierische Produkte mit drastischen Preiserhöhungen

Auch die Energie- und Futterkosten trieben die Preise für tierische Produkte in die Höhe. Sie stiegen innerhalb eines Jahres um 49,1 Prozent. Milch verteuerte sich um 57,9 Prozent. Seit März 2021 halte der stetige Anstieg der Milchpreise an, erklärte die Wiesbadener Behörde. Für Schlachtschweine müssten 63,1 Prozent mehr gezahlt werden.

Die jetzt festgestellten Preissteigerungen könnten sich in absehbarer Zeit auch in den Verbraucherpreisen für Lebensmittel widerspiegeln. Denn die Erzeugerpreise gelten als Frühindikator für die Preise, die später in Supermärkten verlangt werden. Die Lebensmittelpreise für Verbraucher lagen im Oktober um 20,3 Prozent über dem Vorjahresniveau und waren damit rund doppelt so stark gestiegen wie der allgemeine Lebensstandard.