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Politische Nachrichten

Landtagswahl: Niedersachsen wählt – enges Rennen von SPD und CDU erwartet (nd-aktuell.de)


Foto: dpa | Hauke ​​Christian Dittrich

Hannover. Bei bestem Herbstwetter machten sich die Niedersachsen am Sonntag auf den Weg in die Wahllokale. Am Morgen gaben ähnlich viele Menschen ihre Stimme ab wie vor fünf Jahren. Um 10 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 7,44 Prozent, wie die Landeswahlleitung mitteilte. Fünf Jahre zuvor waren es noch 8,21 Prozent gewesen. Die Wahllokale sind bis 18 Uhr geöffnet

Briefwähler, von denen viele noch in diesem Jahr erwartet werden, sind in den Zwischenergebnissen noch nicht enthalten. Fast 6,1 Millionen Menschen dürfen an der Wahl teilnehmen.

Bei der Wahl 2017 lag die Wahlbeteiligung bei 63,1 Prozent, nach 59,4 Prozent im Jahr 2013. Der bisher höchste Wert lag bei 84,4 Prozent im Jahr 1974, der niedrigste Wert wurde 2008 mit 57,1 Prozent verzeichnet.

Derzeit regieren SPD und CDU in einer großen Koalition unter Ministerpräsident Stephan Weil. Der SPD-Politiker strebt eine dritte Amtszeit an, hofft aber auf eine Neuauflage von Rot-Grün. Weil hatte bereits von 2013 bis 2017 ein solches Bündnis geführt. CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann, derzeit Wirtschaftsminister, schließt eine weitere Große Koalition nicht aus.

In den jüngsten Umfragen lag die SPD (31 bis 32 Prozent) knapp vor der CDU (27 bis 30 Prozent), gefolgt von den Grünen (16 bis 19 Prozent). Die AfD (9 bis 11 Prozent) könnte sich auf ein zweistelliges Ergebnis verbessern, die FDP (5 Prozent) muss um den Verbleib im Landtag in Hannover zittern. Die Linke (3 bis 4 Prozent) lag knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Das alles bestimmende Thema im Wahlkampf war die Energiekrise, weshalb die Wahlen in Niedersachsen auch in Berlin mit Spannung verfolgt werden. Vor allem die CDU erklärte die Wahl auch zu einer Abstimmung über die Krisenpolitik der Ampelkoalition in der Bundesregierung.

Die SPD hat sich im Wahlkampf stark auf die Beliebtheitswerte von Ministerpräsident Weil verlassen. In Umfragen zum bevorzugten Ministerpräsidenten – Weil oder Althusmann – lag der SPD-Mann regelmäßig deutlich vor seinem Herausforderer. Auch dank dieses Amtsbonus sind die Umfragewerte der SPD in Niedersachsen deutlich besser als in der Bundesregierung.

Doch wenige Tage vor der Wahl musste Weil einen Rückschlag hinnehmen, als er ergebnislos einen Bund-Länder-Gipfel zur Energiekrise leitete – Wasser auf die Mühlen der CDU, die der Bundesregierung um Bundeskanzler Olaf Scholz vorwirft (SPD), keinen klaren Plan zu haben, um Energieprobleme anzugehen.

Bei der Landtagswahl 2017 war die SPD (36,9 Prozent) stärkste Kraft, gefolgt von der CDU (33,6 Prozent), den Grünen (8,7 Prozent), der FDP (7,5 Prozent) und der AfD (6,2 Prozent). . Die Linke verpasste mit 4,6 Prozent nur knapp den Einzug in den Landtag in Hannover. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,1 Prozent.

Unklar ist, ob die Sorge vor steigenden Preisen die Wähler diesmal besonders motivieren wird, zur Wahlurne zu gehen, oder ob sie daran gehindert werden. Allerdings wird mit einem höheren Briefwahlanteil als bei den vergangenen Landtagswahlen gerechnet. Der Landtag wird für fünf Jahre gewählt. dpa/nd



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