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Kurznachrichtendienst: Musk verspricht „Amnestie“ für gesperrte Twitter-Accounts


Kurznachrichtendienst
Musk verspricht „Amnestie“ für gesperrte Twitter-Accounts

Hat Twitter Ende Oktober für rund 44 Milliarden Dollar gekauft: Elon Musk. Foto

© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Ursprünglich wollte Musk wegen umstrittener Accounts einen Beirat, der aber nie gegründet wurde. Nach einer Nutzerbefragung hatte er den Trump-Account bereits freigeschaltet. Weitere Accounts werden folgen.

Twitter-Besitzer Elon Musk hat angekündigt, in der kommenden Woche vom Kurznachrichtendienst gesperrte Accounts wieder aktivieren zu wollen.

Zuvor ließ er Nutzer darüber abstimmen, ob es eine „Generalamnestie“ für gesperrte Accounts geben soll, wenn sie nicht gegen Gesetze verstoßen oder Spam-Nachrichten verbreiten. Eine Mehrheit der teilnehmenden Nutzer sprach sich für eine Reaktivierung aus. „Das Volk hat gesprochen. Die Amnestie beginnt nächste Woche“, schrieb Musk am Donnerstagabend in einem Tweet.

Umfrage nicht repräsentativ

Solche Umfragen sind nicht repräsentativ. Es ist unklar, ob und wie viele Stimmen von automatisierten Konten abgegeben wurden. Nach neuesten Informationen hat der Dienst täglich mehr als 230 Millionen aktive Nutzer. Bis zum Ende der Abstimmung am Donnerstagabend waren mehr als 3,1 Millionen Stimmen eingegangen. Mehr als 72 Prozent von ihnen unterstützten die Aktivierung von Sperrkonten.

Musk kündigte Ende Oktober an, dass ein Rat zum Umgang mit kontroversen Inhalten gebildet werde, bevor Twitter-Konten reaktiviert werden könnten. Am vergangenen Wochenende hatte der Tech-Milliardär nach einer Nutzerumfrage den Account des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ohne Ausschuss freischalten lassen. Trump ist seit Januar 2021 von Twitter gesperrt. Am 6. Januar drückte er sein Mitgefühl für seine Anhänger aus, die den Sitz des US-Parlaments gestürmt hatten.

Die beleidigenden Tweets vom 6. Januar fehlen im freigeschalteten Profil. Trumps widerlegte Behauptungen, die Präsidentschaftswahlen seien ihm angeblich von Joe Biden gestohlen worden, enthalten weiterhin warnende Geschichten.

Trumps Account seit kurzem wieder aktiv

Der republikanische Ex-Präsident gab kürzlich bekannt, dass er für die republikanische Nominierung bei der Präsidentschaftswahl 2024 kandidiert – und damit eine reichweitenstarke Plattform nutzen kann. Bisher hat Trump wiederholt, dass er bei seiner eigenen Twitter-Kopie Truth Social bleiben will. Trump hat dort etwas mehr als vier Millionen Abonnenten. Auf Twitter folgen dem „@realDonaldTrump“-Profil mehr als 87 Millionen Twitter-Nutzer. Seit der Aktivierung wurden jedoch keine Tweets von dem Konto gesendet.

Musk kaufte Twitter Ende Oktober für rund 44 Milliarden Dollar. Seit der Übernahme kämpft das Unternehmen unter anderem mit der Zurückhaltung großer Werbekunden. Die Werbeeinnahmen machten zuletzt rund 90 Prozent des Umsatzes aus.

dpa

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