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Krieg gegen die Ukraine: Selenskyj sieht ukrainische Truppen vorrücken



Live-Blog

Stand: 23.10.2022 02:20 Uhr

Trotz der massiven russischen Raketenangriffe sieht der ukrainische Präsident Selenskyj die Truppen seines Landes auf dem Vormarsch. Nach Angaben von Berlins Regierender Bürgermeisterin Giffey sind die Kapazitäten zur Aufnahme von Flüchtlingen nahezu erschöpft. Die Entwicklungen im Liveblog.

2:20 Uhr

Kretschmer: Nach dem Krieg wieder Gas aus Russland verwenden

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sprach sich für die Wiederaufnahme der russischen Gaslieferungen nach dem Krieg aus. „Wir brauchen langfristige Verträge für Flüssiggaslieferungen aus den USA, Katar und anderen arabischen Ländern. Außerdem müssen wir endlich unser eigenes Erdgas in der Nordsee erschließen. Und wenn der Krieg vorbei ist, sollten wir wieder Gas aus Russland nutzen.“ “, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Auf die Frage, ob er mit einer Reparatur der beschädigten Gaspipeline Nord Stream 1 rechne, sagte er: „Wir werden Pipelinegas brauchen, und das geht nur mit funktionierenden Pipelines.“ Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine sagte Kretschmer: „Es braucht jetzt eine gemeinsame diplomatische Anstrengung der EU, der USA, Chinas, Indiens und Japans. Dieser Krieg muss gestoppt werden.“ Solche Verhandlungen würden laut Kretschmer nicht automatisch dazu führen, dass die Ukraine Teile ihres Staatsgebiets aufgeben müsste. „Es gibt keinen einzigen Grund, warum die Ukraine auch nur einen Quadratmeter ihres Territoriums aufgeben sollte. Kriegsschäden müssen von Russland entschädigt, Kriegsverbrecher zur Rechenschaft gezogen werden. Mit dieser Haltung muss man in Friedensgespräche gehen“, sagte Kretschmer.

1:11 Uhr

Selenskyj sieht seine eigenen Truppen auf dem Vormarsch

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht die Truppen seines Landes trotz massiver russischer Raketenangriffe in von Moskau gehaltene Gebiete vorrücken. Die ukrainischen Streitkräfte rücken jeden Tag an vorderster Front vor, russische Angriffe auf die Infrastruktur können sie nicht aufhalten, sagte Selenskyj in seiner Videobotschaft.

Selenskyj kündigte an, dass in Abstimmung mit den USA Sanktionen gegen Kreml-Propagandisten ausgearbeitet würden. Russland zieht sich bereits auf dem Schlachtfeld zurück und erkennt, dass es verliert; Der Angreifer versuche daher, militärische Siege vorzutäuschen, indem er Zivilisten und Infrastruktur angreife, sagte Selenskyj.

Nach ukrainischen Angaben kam es am Samstag zu insgesamt 40 Raketenangriffen, zudem schickte die russische Seite 16 iranische Drohnen. Laut Kiew wurden 20 Raketen und 11 Kampfdrohnen abgeschossen. Angesichts der schweren Schäden an der Energieinfrastruktur rief Selenskyj die Bevölkerung erneut zum Stromsparen auf. Ihm zufolge waren unter anderem die Regionen Chmelnyzkyj, Odessa, Saporischschja und Dnipropetrowsk von den Angriffen betroffen. „Das Hauptziel der Terroristen ist Energie“, sagte Selenskyj. Die Stabilität der Versorgung im Land hängt von jeder Stadt ab. In einigen Fällen wurde die Versorgung bereits wiederhergestellt.

12:50 Uhr

Giffey: Flüchtlingsaufnahmekapazität fast erschöpft

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sieht die Hauptstadt bei der Aufnahme von Flüchtlingen am Rande ihrer Möglichkeiten. „Gerade wir Stadtstaaten und insbesondere Berlin als Hauptattraktion haben unsere Kapazitäten (…) mittlerweile fast ausgeschöpft“, sagte sie der „Bild am Sonntag“. 340.000 Ukrainer wurden in Berlin erstversorgt, 100.000 leben inzwischen in der Hauptstadt.

Giffey forderte: „Wir brauchen dringend mehr Bundesimmobilien, um die Menschen gut unterzubringen, finanzielle Unterstützung für die immensen Kosten und eine gerechte Verteilung in ganz Deutschland.“ Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte der Zeitung, es brauche nicht nur Beschlüsse, sondern konkrete Maßnahmen. Die Übernachtungsmöglichkeiten sind begrenzt. „Es werden bereits Hotelzimmer vermietet und Sammelunterkünfte, etwa in Fitnessstudios, vorbereitet.“

00:44 Uhr

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