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Deutschland Nachrichten

Krieg gegen die Ukraine: Mehrere Tote bei neuen Raketenangriffen


Stand: 05.12.2022 20:20 Uhr

Russland hat erneut Dutzende Raketen auf zivile Ziele in der Ukraine abgefeuert, und es gibt erneut Strom- und Wasserausfälle. Gleichzeitig wirft Russland der Ukraine Angriffe auf russische Militärflughäfen vor.

Russland hat erneut Dutzende Raketen auf zivile Infrastruktur in der Ukraine abgefeuert. Der stellvertretende Leiter des ukrainischen Präsidialamts berichtete auf Telegram, dass mehrere Menschen in verschiedenen Teilen des Landes gestorben seien, darunter ein 22 Monate altes Kind.

Ukrainische Medien berichteten von Einschlägen unter anderem in den Städten Odessa, Cherkassy und Krywhi Rih. Die Wasserwerke von Odessa sagten, die Vorräte in der ganzen Stadt seien ausgegangen. Der Stromversorger Ukrenerho sprach von acht Raketenangriffen, bei denen Anlagen getroffen wurden. Es gibt Stromausfälle.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben von offiziellen Stellen der russischen und ukrainischen Konfliktparteien zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern können in der aktuellen Lage nicht direkt von einer unabhängigen Stelle überprüft werden.

Die ukrainische Armee habe mehr als 60 der mehr als 70 Raketen abschießen können, teilte die Regierung in Kiew mit. Der Sprecher der Luftwaffe, Juri Ihnat, sagte, 38 Raketen seien aus Südrussland und von Schiffen im Kaspischen Meer abgefeuert worden, plus 22 von Schiffen im Schwarzen Meer. Außerdem hätten Bomber Raketen aus der Luft abgefeuert. Moskau nannte andere Zahlen und erklärte die Angriffe für einen vollen Erfolg: „Alle 17 benannten Ziele wurden getroffen.“

Lage in der Ukraine: Erneute Luftangriffe auf mehrere Städte und angespannte Lage in Cherson

Robert Kempe, WDR, aktuell Kiew, 05.12.2022 17:08 Uhr

Raketentrümmer im Nachbarland gefunden

Auch das benachbarte Moldawien wurde erneut getroffen. Trümmer einer Rakete fielen nahe der Grenze zur Ukraine. „Ich wurde darüber informiert, dass die Grenzschutzbeamten Teile einer Rakete in der Nähe von Briceni gefunden haben“, sagte Premierministerin Natalia Gavriliţa laut lokalen Medien, vermied es jedoch, die Trümmer der Rakete zuzuordnen. Der Vorfall wird nun untersucht. Bereits im Oktober waren Raketentrümmer über Moldawien gefallen.

Tote bei Explosionen auf russischen Militärflughäfen

Die russische Armee hat wiederholt ihre Langstreckenbomber eingesetzt, um Raketen auf die Ukraine abzufeuern. Die Maschinen fliegen im russischen Luftraum, geschützt vor der ukrainischen Luftverteidigung. Jetzt hat es zwei Explosionen auf russischen Militärflughäfen gegeben, die von den Bombern benutzt wurden. Nach Angaben der Armee wurden mindestens drei Soldaten getötet und vier weitere verletzt.

Das Verteidigungsministerium in Moskau beschuldigte die Ukraine, die Flugplätze angegriffen zu haben: „Am Morgen des 5. Dezember versuchte das Kiewer Regime, die Militärflugplätze ‚Djagiljewo‘ in der Region Rjasan und ‚Engels‘ in der Region Saratow mit reaktiven Drohnen anzugreifen die Sowjetunion, russische Langstreckenflugzeuge außer Gefecht zu setzen.“ Die Langstreckenbomber wurden jedoch nur leicht beschädigt. Zuvor hatte die ukrainische Regierung ihre Beteiligung zumindest angedeutet.

Putin besucht die Krimbrücke

Das russische Staatsfernsehen zeigte am Montag Aufnahmen eines Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der beschädigten Krimbrücke. In Begleitung des stellvertretenden Ministerpräsidenten Marat Chusnullin fährt er mit einem Auto über die Brücke. Er stellt Fragen zum Zustand der Brücke, die zur besetzten Halbinsel Krim führt. Putins Prestigeprojekt wurde im Oktober bei einem Anschlag schwer beschädigt und stürzte teilweise ein.

Wladimir Putin besucht die beschädigte Krimbrücke.

Bild: AP

„Wir fahren auf der rechten Seite“, sagt Putin in Aufnahmen des Staatsfernsehens, als er über die Brücke fährt. „Die linke Seite der Brücke ist meines Wissens funktionsfähig, muss aber noch fertiggestellt werden“, sagt der Präsident. „Sie hat noch ein bisschen gelitten, wir müssen sie in einen Idealzustand bringen.“ Putin geht auch über Teile der Brücke, um Teile zu inspizieren, die noch sichtbar verbrannt sind.

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