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Konsumgüter: Retouren kosten Online-Händler durchschnittlich fünf bis zehn Euro


Konsumgüter
Retouren kosten Online-Händler durchschnittlich fünf bis zehn Euro

Online-Händler kämpfen mit hohen Kosten durch Retouren. Foto

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Online bestellt, mir nicht gefallen, zurückgeschickt. Was für die Kunden positiv ist, verursacht Kosten für den Handel. Sie versuchen gezielt, die Anzahl der Retouren zu reduzieren.

Trotz großer Bemühungen, die Zahl zu reduzieren kehrt zurück Um die Kosten zu senken, muss der Online-Handel mit hohen Retourenkosten rechnen. Das geht aus einer Studie des Handelsforschungsinstituts EHI hervor, für die Online-Händler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden.

Die durchschnittlichen Kosten liegen zwischen fünf und zehn Euro pro zurückgegebenem Artikel. Kehrt zurück im Bereich Wohnen und Einrichtung sind aufgrund ihrer Größe und des höheren Warenwertes mit 10 bis 20 Euro besonders teurer. Der größte Kostentreiber ist laut den Befragten die Kontrolle der retournierten Artikel und die Prüfung ihrer Qualität.

Unterschiede je nach Branche

Der Studie zufolge schwankt das Retourenvolumen je nach Branche stark. Bei Modeprodukten gibt es besonders hohe Quoten von durchschnittlich 26 bis 50 Prozent. Online-Käufer bestellen häufig mehrere Versionen, um beim Anprobieren zu entscheiden, welches Kleidungsstück ihnen am besten gefällt, schreiben die Studienautoren. Dies ist Teil des Geschäftsmodells. Viele der zurückgegebenen Modeartikel werden anschließend wieder zum Verkauf angeboten.

Im Durchschnitt aller Produktgruppen liegt die artikelbezogene Retourenquote zwischen sechs und zehn Prozent und liegt damit auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren. 58 Prozent der Einzelhändler geben an, dass die Rate konstant ist, 21 Prozent sagen, dass sie gestiegen ist und 15 Prozent sagen, dass sie gesunken ist. Der Studie zufolge hatte die Pandemie keine nennenswerten Auswirkungen auf die Entwicklung.

Retourengründe werden erfasst

74 Prozent der Händler versuchen gezielt, Retouren zu vermeiden. Um die richtigen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, erfassen 70 Prozent die Retourengründe. Für 86 Prozent der Befragten sind ausführliche Informationen im Onlineshop mit präzisen Beschreibungen und Abbildungen die wichtigste Maßnahme zur Senkung der Quote.

Nur wenige Verkäufer bieten ihren Kunden die Möglichkeit, die Versandkosten für Rücksendungen zu übernehmen. Nur 14 Prozent der Online-Händler nutzen diese Möglichkeit, um die Zahl der Retouren zu reduzieren. Fast zwei Drittel übernehmen die Versandkosten. „Sie halten es für unerlässlich, diesen Service anzubieten, weil der Wettbewerb groß ist und Sie davon ausgehen, dass die Kunden einen solchen Service erwarten“, schreiben die Autoren.

Einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK zufolge waren die Deutschen in diesem Jahr nicht mehr so ​​eifrig online einzukaufen wie 2022. Demnach gaben sie nominal – also nicht preisbereinigt – 17 Prozent weniger Geld aus als im Jahr 2022 vorheriges Jahr. „Nachdem die Deutschen während der Pandemie gezwungen waren, viele Dinge online einzukaufen, zieht es sie nun wieder verstärkt in den Handel vor Ort“, sagt GfK-Einzelhandelsexperte Filip Vojtech.

dpa