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Klingbeil kritisiert FDP-Pläne für ein Kindergeld

Stand: 21. Januar 2024 03:47 Uhr

Den Kinderfreibetrag erhöhen, aber nicht gleichzeitig das Kindergeld erhöhen – die Pläne von Finanzminister Lindner sorgen an der Ampel für Unmut. SPD-Parteichef Klingbeil hat den Plan nun als „ungerecht“ abgetan.

SPD-Fraktionschef Lars Klingbeil hat die Pläne von Finanzminister Christian Lindner (FDP) für ein höheres Kindergeld als ungerecht kritisiert.

„Ich halte es für ungerecht, nur Familien mit sehr hohem Einkommen zu entlasten. Gerade die arbeitende Mittelschicht, also diejenigen, die jeden Tag aufstehen, hart arbeiten, um ihr Einkommen zu verdienen und sich außerdem um ihre Kinder, Nachbarn und den Verein kümmern, sollte erleichtert sein. sagte Klingbeil gegenüber „Bild am Sonntag“.

Dieselben Menschen spürten immer noch die Auswirkungen der Inflation. „Deshalb ist es für mich völlig klar, dass auch Familien mit kleinen und mittleren Einkommen in diesem Jahr mehr bekommen müssen“, sagte der SPD-Vorsitzende.

Umstrittene Pläne zum Kindergeld

Am Freitag wurde bekannt, dass Lindner den Kinderfreibetrag erhöhen will, ohne gleichzeitig das Kindergeld zu erhöhen.

Eltern erhalten automatisch entweder Kindergeld oder den Lohnsteuerfreibetrag für Kinder. Das Finanzamt prüft, was für Sie vorteilhafter ist. Der Zuschuss lohnt sich oft erst bei höheren Einkommen.

Der Freibetrag wurde zum 1. Januar von 6.024 Euro auf 6.384 Euro angehoben und soll nach den Plänen des Finanzministeriums rückwirkend auf 6.612 Euro steigen. Auch der allgemeine Grundfreibetrag soll erhöht werden. Das Kindergeld soll gleich bleiben.

Ampel stellt sich gegen Pläne

Michael Schrodi, finanzpolitischer Sprecher der SPD, sagte gegenüber der „Bild am Sonntag“: „Die SPD wird das nicht mitmachen. Für solche Pläne wird es aus dem Hause Lindner keine Mehrheit geben.“ Was Lindner im Sinn hat, ist ein Sparprogramm an der falschen Stelle: „Wenn 380 Millionen für zusätzliche Entlastungen der reichsten Eltern da sind, dann hat er auch das Geld für eine Erhöhung des Kindergeldes.“

Auch aus den Reihen der Grünen gibt es Einwände. „Familien in der Mitte dürfen nicht leer ausgehen“, sagte Fraktionsvize Andreas Audretsch der Zeitung. Es ist gängige Praxis, Kindergeld und Kinderfreibetrag gleichermaßen zu erhöhen. „Diese Verlässlichkeit erwarten die Bürger zu Recht.“

Gn DE germ