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Politische Nachrichten

Klimaaktivistin wird für Asphalthand belächelt

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Von: Isabelle Jentzsch

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Aktivisten der „Letzten Generation“ kleben bundesweit auf den Straßen. Man hat jetzt zu starken Kleber verwendet und musste freigebogen werden. Dafür erntet er Spott im Internet.

Mainz – In ganz Deutschland klebten Klimaaktivisten zuletzt an Straßen, blockierten Flughäfen oder klebten an berühmten Gemälden. Das Mittel, auf das sie vertrauen, ist Sekundenkleber, der die Aktivisten zumindest für eine Weile zuverlässig mit dem Protestort ihrer Wahl verbindet. Um den Kleber wieder zu lösen, verwendet die Polizei meist eine Mischung aus Aceton und Speiseöl. Aber wenn alles andere fehlschlägt, müssen die Demonstranten manchmal mechanisch befreit werden.

Eine solche Lösung musste die Polizei Mainz am Freitag, 9. Dezember, finden. fassen. Dort hatten sich vier Aktivisten der „Last Generation“ an eine Straße geklebt. Zwei weitere blieben klebstofffrei, um im Notfall eine Rettungsgasse bilden zu können. Einer der Klebeaktivisten hat sich mit einer Mischung aus Sekundenkleber und Sand auf die Straße geklebt.

Klimabewegung: Aufgeklebter Aktivist erntet Spott im Netz

Anders als seine Klimakollegen ließ sich die Mischung nicht mit einfachem Olivenöl lösen. Stattdessen mussten Bauarbeiter zunächst die Straße um die geklebte Hand herum aufbiegen und dann mit einem Bohrhammer aufschneiden. Die Rettungsaktion dauerte anderthalb Stunden, danach konnte der Aktivist mit einem Stück Asphalt in der Hand die Straße verlassen.

Die „letzte Generation“ teilte die Aktion auf Twitter und das Netz amüsierte sich über die Asphalthand. „Patschehandchen wieder frei?“ fragt ein User unter dem Post. „Hat er jetzt sein eigenes Stück Straße? Cooool!“ und „Viel Spaß beim Hintern abwischen. Das könnte kratzen“, kommentierten andere User. Ein anderer User bezeichnet den Klimaaktivisten als „Teerminator“. Doch nicht alle reagieren auf die Aktion mit Humor. Viele finden beleidigende Worte für den Aktivisten, andere aber auch Lob ihn.

Klimaaktivisten in Mainz: Polizei leitet Strafverfahren ein

Da der Protest und die anschließende Befreiung andere Verkehrsteilnehmer am Weiterfahren hinderten, leitete die Polizei ein Strafverfahren gegen die Aktivisten wegen Nötigung ein. Außerdem werden Sachbeschädigungen und Verstöße gegen das Versammlungsgesetz ermittelt. Zudem solle geprüft werden, ob die Kosten für den Einsatz und Schäden den Teilnehmern der Versammlung auferlegt werden können, teilte die Mainzer Polizei mit.

Der „Teerminator“ mit der Asphalthand erlitt vermutlich keinen weiteren Schaden. Das teilte eine Sprecherin von „Last Generation“ mit SWR auf Nachfrage, der Aktivist sei am Montagmorgen bereits wieder bei einer Aktion in Berlin gewesen. Das geht in München nicht mehr. Die Stadt hat die dortigen Klebedemonstrationen bis zum 08.01.2023 verboten. (ij)

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