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Kälteeinbruch trifft London: Schnee richtet in Großbritannien verheerende Schäden an


Stand: 12.12.2022 14:41 Uhr

Eine Kältewelle sorgt in Großbritannien für Probleme, besonders betroffen ist der Großraum London. Flüge wurden gestrichen, Straßen gesperrt und Fahrer saßen stundenlang in ihren Fahrzeugen fest. Drei Kinder starben bei einem Eiscreme-Unfall.

Kälte und Schnee haben Großbritannien verwüstet. Die Flughäfen Stansted und Gatwick in London mussten über Nacht geschlossen werden, um die Landebahnen von Schnee zu befreien. Mehrere Morgenflüge wurden daraufhin gestrichen, andere hatten Verspätung. Besonders betroffen war die Billigfluggesellschaft Ryanair. Laut BBC mussten am Sonntag 50 Flüge am Londoner Hauptflughafen Heathrow wegen gefrierendem Nebel gestrichen werden.

Schnee und Glatteis sorgten auch auf den Hauptstraßen rund um die britische Hauptstadt für lange Staus. Viele Fahrer saßen stundenlang in ihren Fahrzeugen fest. Auch im Bahnverkehr kam es zu Ausfällen und Verspätungen, auf einigen Linien der Londoner U-Bahn kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Der Schnee führte zu Ausfällen und Verspätungen im Bahnverkehr.

Bild: AP

Drei Kinder sterben beim Einbruch ins Meer

Vier Kinder sind am Sonntag auf einem zugefrorenen See in den West Midlands, etwa 100 Meilen nördlich von London, durch das Eis gestürzt. Drei der vier Jungen sind inzwischen gestorben. Die acht-, zehn- und elfjährigen Kinder konnten nicht mehr wiederbelebt werden, teilte die Polizei mit. Der Zustand eines Sechsjährigen sei nach wie vor „lebensbedrohlich“.

Die vier Kinder brachen beim Spielen zusammen und fielen ins eiskalte Wasser. Sie konnten zwar noch aus dem Wasser gezogen werden, hatten aber nach Angaben der Rettungskräfte einen Herzstillstand erlitten.

Nach Angaben der Polizei wurde die Suche nach weiteren möglichen Opfern fortgesetzt, nachdem Augenzeugen von bis zu sechs in den See gestürzten Personen berichtet hatten. Der Chef der örtlichen Feuerwehr, Richard Stanton, hatte jedoch bereits in der Nacht zuvor darauf hingewiesen, dass keine Hoffnung bestehe, weitere Opfer lebend zu finden.

Großbritannien leidet seit einigen Tagen unter einem Kälteeinbruch, die Temperaturen fallen teilweise auf minus zehn Grad. Wegen Nebel, Schnee und Frost hat die Wetterbehörde in einigen Regionen vor allem im Südosten und Südwesten sowie im Norden Schottlands Warnstufe Gelb ausgesprochen. Die bislang kälteste Nacht des Jahres wurde im Norden Schottlands mit minus 15,7 Grad Celsius gemessen.