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Deutschland Nachrichten

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: jedes Jahr (nd-aktuell.de)


Foto: dpa/Christophe Gateau

Es gibt Aktionstage, die sich jedes Jahr wiederholen und von denen man sich wünscht, dass sie irgendwann hinfällig werden. Doch am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, sieht es düster aus. Und es gibt keine wirkliche Schrecksekunde, wenn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) feststellt, dass jede dritte Frau weltweit in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. Denn wenn jedes Jahr die deprimierenden Statistiken veröffentlicht werden und die Zahl der schweren Attacken nicht abnimmt, bleibt irgendwann eine taube Ohnmacht.

Nach den neuesten Zahlen des Bundeskriminalamts erleiden in Deutschland stündlich 13 Frauen Gewalt in Paarbeziehungen; die Dunkelziffer wird deutlich höher eingeschätzt. Denn die Statistik sieht nur die Fälle, die angezeigt werden. Dies ist notwendig, aber baulich nicht immer möglich. Vielen Betroffenen fehlt das Geld, die Kraft oder die Zeit für die oft langwierigen, belastenden und anstrengenden Verfahren.

Ein weiterer Schwerpunkt sollte auf der Präventionsarbeit liegen, damit Gewalttaten – und im schlimmsten Fall Mord – gar nicht erst entstehen. Dazu gehört die im Koalitionsvertrag vereinbarte Koordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. In Deutschland wurde das internationale Abkommen zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen 2017 ratifiziert, aber noch immer nicht konsequent umgesetzt.

Und auch die Hilfsangebote sind durchaus ausbaufähig. Die Finanzierung von Frauenhäusern ist noch immer ein Flickenteppich. Dass sich das bis heute nicht geändert hat, ist ein Skandal!



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