Insolvenz – Outdoor-Einzelhandelskette schließt „sofort“ alle Filialen

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Die deutsche Outdoor-Einzelhandelskette McTrek hat im März Insolvenz angemeldet. Jetzt kommt die schlechte Nachricht für Mitarbeiter und Lieferanten: Das Unternehmen schließt alle Filialen.

Hanau – Die Outdoor-Handelskette McTreck hat im März dieses Jahres Insolvenz angemeldet. Letzte Woche gab es für Mitarbeiter und Lieferanten erneut eine herbe Enttäuschung. Sie wussten, dass ihr Unternehmen ums Überleben kämpfte, sagte ein Mitarbeiter Wirtschaftswoche (WiWo). Doch als verkündet wurde, dass alle Filialen „sofort geschlossen“ werden würden, war man dennoch schockiert.

„Der Geschäftsbetrieb an den derzeit geöffneten elf Standorten wurde zum 1. Mai 2024 eingestellt“, heißt es in einer Stellungnahme des Insolvenzverwalters Tobias Kämpf, die dem Wirtschaftsmagazin vorliegt. Der Online-Shop wurde inzwischen geschlossen. McTrek werde nun die Arbeitsverhältnisse mit seinen Mitarbeitern beenden, heißt es. Betroffen sind 87 Mitarbeiter. Zulieferer beschwerten sich schon seit längerem über ausstehende Rechnungen, die von McTrek nicht bezahlt wurden. „Auch Löhne und Mieten können seit Januar 2024 nicht mehr vollständig gezahlt werden“, sagte Anwalt Kämpf WiWo.

Der Weg in die Insolvenz war für die Outdoor-Einzelhandelskette McTrek nichts Neues.
Der Weg in die Insolvenz war für die Outdoor-Einzelhandelskette McTrek nichts Neues. © MAGO / Manfred Segerer

McTrek: Trotz der Hilfe des Jack Wolfskin-Gründers konnte kein neuer Investor gefunden werden

Der Weg in die Insolvenz war für die Outdoor-Handelskette nichts Neues. Zuletzt meldete das Unternehmen im Jahr 2020 Insolvenz an. Damals fand der Manager einen neuen Investor. Dennoch wurden bei der Umstrukturierung vor vier Jahren Stellen abgebaut und Filialen geschlossen. Damals zeigte sich die neue Geschäftsführung von McTrek jedoch zuversichtlich: McTrek-Retail-Chef Christian Müller zeigte sich überzeugt, dass die Covid-19-Krise den Trend zu nachhaltigem und naturnahem Reisen sowie umweltbewussterer Mobilität nachhaltig beflügeln werde. Das Branchenmagazin berichtete Textilwirtschaft. Diese Hoffnungen erfüllten sich kaum.

Das diesjährige Insolvenzverfahren blieb bis zum Schluss spannend – auch weil der Hanauer Insolvenzverwalter einen namhaften Berater an seine Seite holte. Ulrich Dausien, Gründer der Outdoor-Modemarke „Jack Wolfskin“, sollte seine Kontakte in die Branche nutzen, um die Käufersuche zu vereinfachen. Er ist immer noch begeistert von der Branche und hat sogar angeboten, einen potenziellen neuen Eigentümer zu unterstützen, heißt es WiWo. Doch das alles half am Ende nichts – dem Insolvenzteam gelang es nicht, einen neuen Investor für die Handelskette zu finden.

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