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Inflation drückt auf Stimmung: Die 30- bis 59-Jährigen machen sich keine Sorgen mehr wie seit Jahren

Inflation drückt die Stimmung
Die 30- bis 59-Jährigen machen sich keine Sorgen, wie schon seit Jahren

Die Mehrheit der Deutschen zwischen 30 und 59 Jahren blickt pessimistisch in die Zukunft. Die Stimmung, die eine Allensbach-Studie einfängt, ist so schlecht wie seit neun Jahren nicht mehr. Teure Lebensmittel und hohe Heizkosten bedrücken. Vielen ist auch klar, wer jetzt gefordert ist.

Hohe Inflation und Energieknappheit drücken auf die Stimmung der mittleren Generation in Deutschland. Insgesamt haben 51 Prozent der 30- bis 59-Jährigen große Zukunftssorgen: Das ist das Ergebnis einer in Berlin veröffentlichten Umfrage des Allensbacher Instituts für öffentliche Meinung im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Erstmals seit Beginn der jährlichen Befragung im Jahr 2013 gab es in der mittleren Generation mehr Pessimisten als Optimisten.

Die Werte zeigen den Angaben zufolge einen „beispiellosen Stimmungseinbruch“ bei den Befragten mittleren Alters. „Die Menschen waren auch im vergangenen Jahr und insbesondere im ersten Jahr der Pandemie 2020 besorgt, aber bei weitem nicht so pessimistisch wie jetzt“, sagte Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher. Die mittlere Generation schätzt der Umfrage zufolge ihre wirtschaftliche Lage deutlich pessimistischer ein als in früheren Umfragen. 38 Prozent der Befragten gaben an, dass es ihnen heute schlechter gehe als vor fünf Jahren. Nur 33 Prozent denken, dass es ihnen besser geht.

Wie die Umfrage weiter ergab, wirkt sich die Verunsicherung deutlich auf das Konsumverhalten der 30- bis 59-Jährigen aus. Knapp die Hälfte gab an, ihren Konsum deutlich einschränken zu müssen. Die Befragten litten besonders unter teureren Lebensmitteln (82 Prozent) und gestiegenen Heizkosten (74 Prozent). Auch der wahrgenommene Mangel an persönlichem Sparspielraum trägt zur Verunsicherung bei. Nur sieben Prozent sehen erhebliches Einsparpotenzial. Dagegen sehen 69 Prozent nur geringe und 22 Prozent gar keine Möglichkeiten, ihre Ausgaben in der aktuellen Krise zu reduzieren.

Skepsis gegenüber politischen Maßnahmen

Laut Köcher sieht eine große Mehrheit von 83 Prozent der Befragten den Staat in der Pflicht, die Folgen von Inflation und Energieknappheit abzufedern. Gleichzeitig sind viele Befragte skeptisch, ob die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung der Krise geeignet sind. Nur 14 Prozent haben großes oder sehr großes Vertrauen in die Wirkung der Maßnahmen. Andererseits haben drei Viertel der Befragten wenig oder kein Vertrauen in das Krisenmanagement der Regierung.

Mehr als 35 Millionen Menschen in Deutschland gehören laut GDV der mittleren Generation an. Entsprechend liegt der Fokus der Befragung auf ihrer Schlüsselrolle in der Gesellschaft. Die 30- bis 59-Jährigen erwirtschaften mehr als 80 Prozent des zu versteuernden Einkommens. Die repräsentative jährliche Umfrage zur Stimmung der mittleren Generation wird seit 2013 vom GDV in Auftrag gegeben. An der aktuellen Umfrage nahmen zwischen September und Oktober 1055 Frauen und Männer teil.

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