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Impfung schützt vor Masern – Bundesministerium für Gesundheit


Aus zahlreichen Studien ist bekannt, dass sich Patienten beim Impfen an den Rat ihres Arztes halten. Daher sollte der Arzt-Patienten-Kontakt stärker genutzt werden.

Maßnahmen zur Erhöhung der Durchimpfungsrate

Deutschland hat in den letzten Jahren wichtige Fortschritte auf dem Gebiet der Masernimpfung bei Kindern erzielt. Wie die aktuellen Fälle zeigen, dürfen diese Bemühungen nicht nachlassen.

Es bleibt ein wichtiges gesundheitspolitisches Anliegen, bei den beiden von der STIKO empfohlenen Impfungen die zur Masernelimination erforderlichen Durchimpfungsraten von 95 Prozent zu erreichen. Impfungen werden in vielen Fällen noch zu spät und, wie von der STIKO empfohlen, erst ab dem zweiten Lebensjahr des Kindes durchgeführt. In der Altersgruppe der Ein- bis Sechsjährigen ist der Anteil der Kinder, die anfällig für eine Maserninfektion sind, daher noch sehr hoch. Für die betroffenen Kinder bleibt das Erkrankungsrisiko in der Zeit bis zum Abschluss des Impfschutzes erhöht. Vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen, wie der Kita, kann es daher zu größeren Krankheitsausbrüchen kommen, beispielsweise beim Auftreten von Masern. Das Bundesgesundheitsministerium ergreift zahlreiche Maßnahmen, um die Impfquoten zu erhöhen. Neben der Aktion der BZgA „Deutschland sucht den Impfpass“ und den Informationsblättern zu den MMR-Impfungen des RKI in 15 Sprachen sind Regelungen geplant, die mit dem Präventionsgesetz geplant sind, dessen Entwurf vom genehmigt wurde das Kabinett am 17. Dezember 2014:

Einführung des Nachweises einer Arztkonsultation vor der Kita

Eine ärztliche Impfberatung durch einen Kinder- oder Hausarzt ist der richtige Weg, um Kinder frühzeitig zu schützen und gefährliche Krankheiten wie Masern auszurotten. Der Entwurf des Präventionsgesetzes sieht daher eine ärztliche Impfberatung vor, die Eltern künftig beim Eintritt ihres Kindes in die Kita vorlegen müssen. Das ist sinnvoll, weil Kleinkinder ein erhöhtes Risiko haben, an gefährlichen Krankheiten wie Masern zu erkranken, und auch das Ansteckungsrisiko in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas steigt. Die Beratung dient dazu, Eltern über solche gefährlichen Krankheiten und Möglichkeiten zum Schutz ihres Kindes aufzuklären und den Impfschutz zu verbessern.

Überprüfung des Impfstatus bei den Gesundheitschecks

Die größten Impflücken bestehen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Daten aus dem Kinder- und Jugendgesundheitssurvey des RKI von 2003-2006 zeigen, dass nur 77,5 % der 14- bis 17-Jährigen vollständig vor Masern geschützt waren. Das geplante Präventionsgesetz sieht daher vor, dass der behandelnde Arzt künftig bei Gesundheitsuntersuchungen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche den Impfstatus überprüft und über empfohlene Impfungen berät.

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