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Hollywood: Alec Baldwin wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Eine Jury hat den US-Schauspieler Alec Baldwin wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Das teilte das zuständige Gericht im US-Bundesstaat New Mexico mit. Sonderstaatsanwälte legten den Fall diese Woche der Jury zur Prüfung vor.

Nach „umfangreichen Ermittlungen“ in den vergangenen Monaten seien weitere Tatsachen ans Licht gekommen, die aus ihrer Sicht zeigten, dass Baldwin strafbar sei, hatten die Sonderermittler Kari Morrissey und Jason Lewis bereits im Oktober bekannt gegeben. Baldwins Verteidiger kündigten an, die Anklage anzufechten.

Während der Dreharbeiten zum Film Rost Kamerafrau Halyna Hutchins wurde im Oktober 2021 auf einer Filmfarm in Santa Fe tödlich verletzt. Als Baldwin eine Waffe handhabte, wurde ein Schuss abgefeuert, der die 42-jährige Hutchins tötete und Regisseur Joel Souza verletzte.

Baldwin behauptet nicht, den Abzug der Propellerpistole betätigt zu haben

Baldwin sagte, er habe keine Ahnung, dass sich in der Waffe eine scharfe Patrone befinde. Zudem spannte er nur den Hahn des Revolvers, drückte aber nicht den Abzug. Die Propellerpistole ging versehentlich los. Filmwaffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed versicherte laut ihrem Anwalt, dass sie die Waffe nicht mit scharfer Munition geladen habe.

Im vergangenen April ließ die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Baldwin zunächst fallen, weil die Waffe möglicherweise manipuliert worden war oder eine Fehlfunktion hatte. Ein zweiter Bericht widersprach später Baldwins Darstellung: Demnach müsse der Schauspieler – anders als von ihm behauptet – den Abzug der Waffe betätigt haben, damit ein Schuss abgegeben werden konnte. Die Staatsanwaltschaft nahm die Anklage daraufhin wieder auf.

Produktionsfirma verhängte Geldstrafe von 100.000 US-Dollar

Der Prozess gegen Waffenmeister Gutierrez-Reed soll im Februar beginnen. Der stellvertretende Direktor und Sicherheitskoordinator David Halls bekannte sich im Rahmen eines Plädoyers des fahrlässigen Umgangs mit einer Schusswaffe schuldig und wurde im März letzten Jahres zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Wegen Verstoßes gegen Sicherheitsvorschriften zahlte die Produktionsfirma eine Geldstrafe von 100.000 Dollar (knapp 92.000 Euro), nachdem unter anderem bekannt wurde, dass die Verantwortlichen wenig oder gar nicht reagierten, als es am Set vor Baldwins tödlichem Schuss zweimal zu Waffenaussetzern kam.

Es gab auch eine Reihe von Bürgerrechtsklagen, unter anderem von Angehörigen der getöteten Kamerafrau. Es ging vor allem um mangelnde Sicherheitsstandards am Set. Nachdem die Staatsanwaltschaft angekündigt hatte, dass eine große Jury Strafanzeigen gegen Baldwin prüfen werde, wurden mehrere Zivilklagen auf Schadensersatz auf Eis gelegt.

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