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Heusenstammerin findet Hunderte von Sendungen in ungenutzten Briefkästen

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Eine Unternehmerin fand in einem Bürogebäude in der Industriestraße, in dem sich auch ihr Unternehmen befindet, mehr als 1.000 Briefe in namenlosen Briefkästen.  Sie bewahrte die Post in Kisten und Kisten auf.
Eine Unternehmerin fand in einem Bürogebäude in der Industriestraße, in dem sich auch ihr Unternehmen befindet, mehr als 1.000 Briefe in namenlosen Briefkästen. Sie bewahrte die Post in Kisten und Kisten auf. © S

Die Deutsche Post steckt in Heusenstamm erneut in Schwierigkeiten. Dort haben die Zusteller vermutlich einfach mehr als 1.000 Briefe in ungenutzte Briefkästen geworfen.

Heusenstamm – Der Ärger mit der Deutschen Post hat in Heusenstamm eine neue Dimension erreicht: Hunderte Briefe könnten gezielt in ungenutzte Briefkästen eines Bürogebäudes in der Industriestraße geworfen worden sein. Sie wurde von Tracy Neureuther, Inhaberin einer im Gebäude ansässigen Firma, entdeckt. Die Briefe liegen ordentlich sortiert in mehreren Kartons und Kartons auf dem Boden des Firmenbüros. Gummibänder sorgen dafür, dass die einzelnen Sendungen zusammenhalten. „Wir haben uns die Mühe gemacht und sie nach Straßen sortiert“, sagt der Besitzer.

Ärger bei der Deutschen Post: Briefe für das gesamte Gebiet werden nicht zugestellt

Die Briefe sind ihr vor ein paar Tagen aufgefallen. „Sie sind praktisch aus den Kisten herausgeflossen.“ Der/die Zusteller warfen mehr als 1.000 davon in die unbenutzten Kartons. „Die Briefe wurden vermutlich alle im Dezember dort aufgegeben“, schätzt sie. Dazu gehören auch Rechnungen oder Konzertkarten, wie aus den Briefköpfen hervorgeht. Außerdem sichtbar: Die Sendungen sollen von Mitarbeitern der Deutschen Post zugestellt werden.

Die Briefe sind an Wohnungen und Häuser in der Umgebung gerichtet. Die Briefkästen enthalten unter anderem Post für Anwohner der Straßen Eibenweg, Im Birkeneck, Philipp-Reis-Straße und An der Düne. Der Eigentümer lädt ein Foto der abgeholten Post in den sozialen Medien hoch und einige Nachbarn, die vergeblich auf ihre Sendungen gewartet haben, melden sich.

Die Deutsche Post will den Vorfall in Heusenstamm untersuchen

Sie meldet ihren Fund auch der Deutschen Post. „Die Briefe wurden abgeholt und gesichtet“, bestätigte Sprecher Stefan Heß auf Nachfrage. Letzten Donnerstag fuhr ein Mitarbeiter nach Heusenstamm und holte die Post ab. Das Unternehmen prüft nun, ob es sich hierbei um ein kriminelles Verhalten handelt. „Möglicherweise handelt es sich um eine Postunterdrückung“, sagt Heß. Das bedeutet, dass die Post prüft, ob die Sendungen absichtlich nicht zugestellt wurden. Dies müsse allerdings zunächst nachgewiesen werden, erläutert der Sprecher das weitere Vorgehen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird das Unternehmen Strafanzeige erstatten. Nähere Angaben konnte Stefan Heß aufgrund des laufenden Verfahrens nicht machen. “Wir bitten um Ihr Verständnis.”

Allerdings können sich die Empfänger noch nicht über ihre fehlenden Briefe freuen. Der Postsprecher versichert, dass sie nach Abschluss der Prüfungen mit einem Anschreiben zugestellt werden. Es ist jedoch noch unklar, wann dies geschehen wird.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Anwohner über das Postamt beschweren. Betroffene haben sich in den vergangenen Monaten mehrfach an die Redaktion gewandt und sich über ausbleibende Briefzustellungen beschwert (wir berichteten). Seit Wochen kommen keine Briefe mehr an, obwohl sie eigentlich schon im zuständigen Verteilzentrum lagern sollten. Übereinstimmend hieß es auch, dass Reklamationen beim Kundendienst nicht die gewünschte Wirkung zeigten. Die Post begründete dies mit ortsunkundigem Personal und einer Überlastung aufgrund der Weihnachtszeit. (Joshua Bär)

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