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Herbstpause als Ursache?: RKI sieht „gewisse Entspannung“ bei den Corona-Zahlen

Herbstferien die Ursache?
RKI sieht „gewisse Entspannung“ bei den Corona-Zahlen

Deutschlandweit sinkt die Inzidenz seit Tagen deutlich. Auch das RKI spricht von einer „gewisse Entspannung“ bei den Fallzahlen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob der Effekt möglicherweise nur vorübergehend ist.

Die Corona-Zahlen in Deutschland zeigen laut Robert-Koch-Institut (RKI) eine rückläufige Tendenz – weitere Entwicklungen müssen aber noch abgewartet werden. „Bei den Covid-19-Fallzahlen zeichnet sich eine gewisse Entspannung ab“, schreibt das RKI in seinem Wochenbericht. Diese bezieht sich meist auf die vergangene Woche und umfasst neben der Sieben-Tage-Inzidenz zahlreiche weitere Indikatoren.

Ob es sich dabei nur um einen vorübergehenden Rückgang handelt, der in vielen Bundesländern auch mit den Herbstferien verbunden ist, oder ob er anhalten wird, wie das RKI schreibt, bleibt abzuwarten. Die Schulferien beeinflussten sowohl das Kontakt- als auch das Testverhalten.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist zuletzt auf 493 gefallen. Am Vortag lag der Wert, der die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche widerspiegelt, bei 528. Vor einer Woche waren es noch 661. Allerdings liefern diese Angaben nur sehr unvollständig Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit davon aus, dass es eine Vielzahl von Fällen geben wird, die vom RKI nicht erfasst werden – vor allem, weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. In der Statistik zählen nur positive PCR-Tests. Zudem können verspätete Anmeldungen oder Übertragungsprobleme zu einer Verfälschung einzelner Tageswerte führen.

„Infektionsdruck ist hoch“

„Der Infektionsdruck ist jetzt im Herbst in allen Altersgruppen der Allgemeinbevölkerung hoch“, stellt das RKI fest. Bei den akuten Atemwegsinfektionen insgesamt ist in den kommenden Wochen mit hohen Fallzahlen zu rechnen. Insbesondere die Positivrate und die Zahl der durch Grippe (Influenza) und Respiratory Syncytial Virus (RSV) verursachten Erkrankungen zeigten eine steigende Tendenz.

Bei den in Stichproben nachgewiesenen Virusvarianten zeichnet sich Bewegung ab: Der Anteil bestimmter neuer Derivate der seit Monaten dominierenden omicron-Sublinie BA.5 nehme derzeit auch in Deutschland zu, schreibt das RKI. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat kürzlich eine neue Kategorie mit „Omicron-Untervarianten unter Überwachung“ geschaffen. Laut RKI werden ihre Ausbreitung und die Folgen hinsichtlich Übertragbarkeit und Krankheitslast genau beobachtet. Es geht um Krankheitserreger wie BF.7, BQ.1 und BQ.1.1.

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