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Haus der Kulturen – Kulturstaatsminister Roth verteidigt künftigen Direktor


Bonaventure Ndikung wird neuer Direktor des Hauses der Kulturen der Welt. (Picture Alliance/dpa / Annette Riedl)

Ndikung habe sich gegen zahlreiche Bewerber durchgesetzt, sagte Roth den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sie geht davon aus, dass er sich gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit einsetzen und für das Existenzrecht Israels eintreten wird. Vor allem sollte er an seiner künstlerischen Leistung gemessen werden.

Der israelische Botschafter Prosor und der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Klein, beschuldigten Ndikung, der antiisraelischen BDS-Bewegung nahe zu stehen. Die Gruppe will Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren. Prosor sagte, es sei kein Geheimnis, dass Ndikung in der Vergangenheit BDS-Petitionen unterzeichnet habe.

Ndikung hatte sich zuvor selbst verleugnet. Dennoch gehört er zu den Unterstützern der „Initiative GG 5.3. Weltoffenheit“, die einen Bundestagsbeschluss von 2019 kritisierte, sich von BDS zu distanzieren. Die aus Kamerun stammende Kuratorin übernimmt im Januar die künstlerische Leitung. Das Haus der Kulturen der Welt versteht sich als Forum für zeitgenössische Kunst und kritische Auseinandersetzung.

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