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Große Kommunikationsverluste: Starlink-Satelliten fallen oft an vorderster Front aus

Großer Kommunikationsverlust
Starlink-Satelliten versagen oft an vorderster Front

Von Solveig Bach

Die „Starlink“-Satelliten spielen eine entscheidende Rolle in der Kommunikation der ukrainischen Truppen. Doch während der aktuellen Offensive seien die SpaceX-Satelliten immer wieder ausgefallen, berichtet die Financial Times. Dahinter werden mehrere Szenarien vermutet.

In der Ukraine sollen sich die Ausfälle der „Starlink“-Satelliten von SpaceX zuletzt gehäuft haben. Das berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf Berichte ukrainischer Truppen. Dementsprechend beklagen sie immer wieder Ausfälle bei der Kommunikation über die Starlink-Satelliten von Elon Musks Firma.

Viele der Probleme wurden aus den Regionen Cherson und Saporischschja gemeldet, als die Frontlinien in die von Russland kontrollierten Gebiete übergingen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf einen ukrainischen Regierungsbeamten. Auch die Frontlinie östlich von Charkiw, Donezk und Luhansk ist betroffen. Gerade in diesen Regionen hat die Ukraine zuletzt große Fortschritte gemacht. Einige der Ausfälle führten zu einem „katastrophalen Kommunikationsverlust“, sagte der Beamte. Soldaten sollen auf Notrufnummern umgestellt haben. Auch westliche Militärs bestätigten Versäumnisse, wollten ihre Aussagen gegenüber der Zeitung aber nicht erläutern.

SpaceX hat einige der Starlink-Terminals gespendet, einige wurden von der US-Regierung gekauft oder durch Crowdfunding finanziert. Sie sorgen seit vielen Monaten für den Internetzugang in der Ukraine und unterstützen die ukrainischen Truppen auch bei der Kriegsplanung.

Geheimes Abkommen mit Putin?

Der Koordinator einer Stiftung, die Satellitensysteme spendet, geht von einem Abstimmungsfehler aus. Starlink soll die Systeme abgeschaltet haben, um die Nutzung durch russische Truppen zu verhindern. Allerdings befürchten Militärs in der Ukraine eine geheime Vereinbarung zwischen SpaceX-Chef Musk und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die Wochenzeitung „The Economist“ vermutet, dass Putin Musk dazu überreden könnte, der Ukraine den Zugang zu „Starlink“ komplett zu entziehen. Ukrainischen Quellen zufolge soll er bereits einen Antrag auf Zugang von der annektierten Halbinsel Krim abgelehnt haben.

Anfang der Woche sorgte Musk für Aufsehen, als er auf Twitter Umfragen zu möglichen „Friedensplänen“ für die Ukraine startete. Die Vorschläge zeigten starke Ähnlichkeiten mit den Forderungen des Kremls. Die ukrainische Seite war empört über die Tweets.

Musk und SpaceX haben noch nicht auf Berichte über den Kommunikationsausfall reagiert. Musk twitterte einfach: „Was auf dem Schlachtfeld passiert, ist geheim.“ Er sagte, „nur ein kleiner Prozentsatz“ der in der Ukraine eingesetzten Starlink-Terminals und -Dienste sei gekauft worden, und fügte hinzu: „Diese Operation hat SpaceX 80 Millionen US-Dollar gekostet und wird bis Ende des Jahres 100 Millionen US-Dollar überschreiten.“