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Geheimdienste: US-Diplomat soll jahrzehntelang für Kuba spioniert haben


Geheimdienste
US-Diplomat soll jahrzehntelang für Kuba spioniert haben

Arbeitete jahrelang für die USA und informierte Kuba. Foto

© Ramon Espinosa/AP/dpa

Ein ehemaliger US-Diplomat soll mehr als 40 Jahre lang die Regierung belauscht und den kubanischen Geheimdienst mit Informationen versorgt haben. Nun muss der 73-Jährige vor Gericht.

Ein ehemaliger Spitzendiplomat der USA ist dabei USA wurde angeklagt, weil er jahrzehntelang heimlich für Kuba gearbeitet haben soll.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 73-Jährigen vor, seine Vertrauensstellung in der US-Regierung „zur Förderung der Interessen einer ausländischen Macht“ zu missbrauchen. Er soll seit 1981 den kubanischen Geheimdienst mit teils geheimen Informationen versorgt haben. Vor der US-Regierung soll er ins Ausland reisen, etwa um sich mit kubanischen Mitarbeitern zu treffen Geheimdienst sich treffen, verheimlicht haben.

Der ursprünglich aus Kolumbien stammende und später in den USA eingebürgerte Mann arbeitete den Angaben zufolge Justizministerium Unter anderem von 1994 bis 1995 im Nationalen Sicherheitsrat der US-Regierung und von 2000 bis 2002 als US-Botschafter in Bolivien. Er war mehr als zwanzig Jahre lang in verschiedenen Positionen im US-Außenministerium tätig. Von 2006 bis 2012 war er Berater des Kommandeurs des Southern Command des US-Militärs, zu dessen Zuständigkeitsbereich auch Kuba gehört.

„Jahrzehntelange“ Arbeit für Kuba zugegeben

Generalstaatsanwalt Merrick Garland sagte, die Anklage enthülle „eine der weitreichendsten und am längsten andauernden Unterwanderungen der US-Regierung durch einen ausländischen Agenten“. Der Direktor der Bundespolizei FBIChristopher Wray sagte, der Mann habe seinen Eid, die Verfassung zu schützen und zu verteidigen, verletzt und das Vertrauen des amerikanischen Volkes verraten.

Nach Angaben des Justizministeriums gab der Mann bei einer Reihe von Treffen in den Jahren 2022 und 2023 mit einem verdeckten FBI-Agenten zu, dass er „jahrzehntelang“ für Kuba gearbeitet habe. Um den Mann zu einem Geständnis zu bewegen, gab sich der FBI-Ermittler als geheimer Mitarbeiter des kubanischen Geheimdienstes aus. Während des Treffens verhielt sich der Mann wie ein „kubanischer Agent“ und bezeichnete die USA konsequent als „Feind“.

Nun muss der 73-Jährige vor Gericht im US-Bundesstaat Florida erscheinen. Zuvor hatten US-Medien berichtet, der Mann sei in seinem Haus in Miami festgenommen worden.

dpa