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Gefahrenrede gab Hinweis: Linken-Politiker Renner: „Reichsbürger“ wussten davon

Gefahrenrede gab Hinweis


Linken-Politiker Renner: „Reichsbürger“ wussten Bescheid

Die Arbeit der bayerischen Landespolizei soll den Schlag gegen die „Reichsbürger“-Szene torpediert haben. Der Linke-Abgeordnete Renner kritisiert eine gefährliche Rede eines Mitglieds der mutmaßlichen Terrorgruppe wenige Tage vor der Razzia. Laut Renner gibt es einen deutlichen „Fehler“.

Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Martina Renner, übt scharfe Kritik am Vorgehen der Ermittler im Zuge der „Reichsbürger“-Razzia: „Es kann als Panne bezeichnet werden, wenn die Generalbundesanwaltschaft mit umfangreicher Geheimhaltung ein Terrorermittlungsverfahren führt Maßnahmen und ein Landeskriminalamt gegen Sie bei gleichzeitigem Hauptverdächtigen eine Drohrede ausführt“, sagte Renner dem Nachrichtenportal t-online. „So etwas birgt immer das Risiko, dass Beweismittel entfernt werden.“

Nach Recherchen von t-online wurde der ehemalige Bundeswehroberst Max Eder, einer der Hauptverdächtigen in den Ermittlungen, mindestens mehr als eine Woche vor der Razzia durch einen Drohversuch des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA) alarmiert. Auslöser für die Ansprache des LKA soll ein Video gewesen sein, das Eder in den sozialen Medien veröffentlicht hatte. Aus Gründen der Gefahrenabwehr suchten die Beamten den Kontakt zu Eder. Als sie ihn nicht erreichten, sollen sie eine Nachricht hinterlassen haben.

Am 27. November soll Eder seinen Nachbarn angerufen und gewarnt haben, dass bald die Polizei vor der Tür stehen könnte. Wahrscheinlich war Eder zu diesem Zeitpunkt bereits im Ausland. Er wurde in Italien festgenommen.