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Fußball-WM 2022: Fanjubel eskaliert nach Marokkos Sieg


Stand: 11.12.2022 15:09 Uhr

Die marokkanische Nationalmannschaft hat mit dem Erreichen des WM-Halbfinals Geschichte geschrieben. Fans auf der ganzen Welt feierten den Erfolg – ​​doch es kam auch zu Ausschreitungen. In mehreren europäischen Städten kam es zu Festnahmen.

Zehntausende Menschen in verschiedenen Ländern feierten, nachdem die marokkanische Nationalmannschaft Portugal im Viertelfinale der Weltmeisterschaft besiegt hatte. Auch in mehreren europäischen Großstädten kam es zu Ausschreitungen. Mehr als 160 Personen wurden festgenommen.

Rund 20.000 Fans des marokkanischen Teams versammelten sich am Abend friedlich auf dem Pariser Boulevard Champs-Élysées. Nach Angaben der Polizei kam es ab 23 Uhr zu vereinzelten Übergriffen auf Polizisten, zudem wurden drei Roller angezündet und einige Schaufenster beschädigt.

Im Großraum Paris nahm die französische Polizei einer Mitteilung zufolge 108 Personen in Gewahrsam. Ihnen werden Sachbeschädigung und Gewalt gegen Vollzugsbeamte vorgeworfen. Manche schlossen sich nur in Gruppen zusammen, um Gewalt auszuüben. 19 Sicherheitskräfte wurden leicht verletzt.

Halbfinale gegen Frankreich

Auch in der belgischen Hauptstadt Brüssel nahm die Polizei 60 Personen fest. Nach dem 1:0-Erfolg Marokkos gegen Portugal feierten die Fans zunächst friedlich. Dann hätten manche Nachtschwärmer massive Pyrotechnik eingesetzt, zitierte die belgische Nachrichtenagentur Belga eine Polizeisprecherin. Kleine Gruppen warfen Gegenstände auf Polizisten.

Auch in mehreren niederländischen Städten kam es zu Festnahmen. In Amsterdam berichtete die Polizei, Fans hätten schwere Böller gezündet. Die Menge war aufgefordert worden, einen Bereich zu räumen. In Rotterdam wurde ein zentraler Platz von der Bereitschaftspolizei geräumt, in Utrecht sprach die Polizei von Sachbeschädigung.

Bereits bei früheren marokkanischen Siegen kam es zu Ausschreitungen. Marokko ist das erste afrikanische Land, das ein WM-Halbfinale erreicht. Am Mittwoch trifft das Team dann auf Frankreich.