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Frostiges Winterwetter bringt Freude und Leid


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Das Winterwetter lockte zahlreiche Touristen in den Harz. © Matthias Bein/dpa

Der Dezember ist kälter denn je. Nach den ersten Schneefällen kann der Winterspaß auf den Pisten und Hängen genossen werden – doch Erfrierungen sollten in der kommenden Woche zu Hause bleiben.

Berlin – Deutschland zittert. An fast allen Messstationen im Land lagen die Temperaturen am dritten Advent unter dem Gefrierpunkt, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach am Sonntagmorgen sagte. Für die nächsten Tage ist keine nennenswerte Änderung in Sicht – die Nächte bleiben frostig, und mancherorts fällt zu Wochenbeginn noch etwas Schnee. So kalt sei es bundesweit nicht jedes Jahr vor Weihnachten, sagte der Experte. Dies ist jedoch kein „Extremereignis“.

Wer keine Angst vor eisiger Kälte hat, konnte am Wochenende die positiven Seiten des Winterwetters genießen: So kamen in diesem Jahr nach heftigen Schneefällen im Oberharz erstmals Ski und Schlitten zum Einsatz. In Schierke am Brocken standen Winterwanderern am Sonntagvormittag drei präparierte Rodelbahnen und die geräumte „Schierker Panorama-Runde“ zur Verfügung, teilte der Harzer Tourismusverband auf seiner Wintersport-Homepage mit.

Winterwetter im Oberharz
Ein Zug der Harzer Schmalspurbahn HSB fährt durch die verschneite Landschaft bei Drei-Annen-Hohne. © Matthias Bein/dpa

Die ersten Langlaufloipen wurden zumindest auf der niedersächsischen Seite der Harzer Wintersportgebiete bereits präpariert, beispielsweise in Clausthal-Zellerfeld, Sankt Andreasberg oder in Braunlage-Hohegeiß. Auch im Thüringer Wald wurden die ersten Langlaufloipen präpariert, wie der Landschaftsverband Thüringer Wald mitteilte. Im Mittelgebirge liegen derzeit bis zu 20 Zentimeter Schnee – gute Bedingungen für Winterwanderer und Rodelbegeisterte. Der erste Lift ging am Samstag in Oberhof in Betrieb, ebenso eine Snowtubing-Anlage.

Eisige Straßenverhältnisse

Weniger erfreulich: Die eisigen Wetterverhältnisse in Teilen des Landes führten zu zahlreichen Verkehrsunfällen mit teilweise Schwerverletzten. Im oberbayerischen Landkreis Ebersberg beispielsweise seien viele Autofahrer „vom plötzlichen Wintereinbruch im Dezember überrascht worden“, teilte die Polizei mit. Immer wieder sahen die Einsatzkräfte noch Sommerreifen an den Autos, auch überhöhte Geschwindigkeit hatte auf glatter Fahrbahn zu Unfällen geführt. In Nordrhein-Westfalen hat die Polizei am Sonntagmorgen nach mehreren Unfällen einen Abschnitt der Autobahn 44 in einer Richtung gesperrt.

Beißende Kälte hat auch die benachbarte Schweiz fest im Griff. Gemäss Meteonews wurde in Zürich die bisher kälteste Nacht des Jahres und die kälteste Dezembernacht seit 2014 verzeichnet. Die Meteorologen des Wetterdienstes sagten für Sonntag eine weitere Nacht mit ähnlich niedrigen Temperaturen im Flachland voraus. Für einige Skigebiete war für die nächsten Tage Sonne angesagt, allerdings mit teilweise zweistelligen Minusgraden, auch bei klirrender Kälte.

Eisbaden
Männer mit Weihnachtsmützen schwimmen bei Minusgraden im Schwarzachtalsee. © Thomas Warnack/dpa

Die Aussichten in Deutschland: Für die kommenden Nächte ist laut DWD mit Frost teilweise um minus zehn Grad zu rechnen. In der Nacht auf Montag und am Montag selbst hält der Schneefall in der Osthälfte zunächst an, ansonsten bleibt es weitgehend trocken. Im Westen und Südwesten dürfen sich die Menschen zudem über längere Sonnenperioden freuen. Tagsüber liegen die Höchstwerte weit verbreitet bei minus fünf bis null Grad, am Niederrhein und entlang der Küsten können die Werte auf zwei Grad steigen. dpa

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