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Deutschland Nachrichten

Fahrplan bis 2031 nicht tragbar: Suche nach Endlager für Atommüll dauert länger


Stand: 10.11.2022 15:17 Uhr

Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich abgezeichnet, dass der Zeitplan ins Wanken geraten könnte. Das Umweltministerium hat nun bestätigt, dass die Suche nach einem Endlager für Atommüll länger als 2031 dauern wird.

Bis 2031 wird es in Deutschland kein Endlager für hochradioaktiven Atommüll geben. Das geht aus einem Dokument der mit der Suche beauftragten Bundesgesellschaft für EndRepository mbH (BGE) hervor, teilte das Umweltministerium mit. Auf dpa-Anfrage erklärte das Ministerium, dass das Verfahren „unter Berücksichtigung der hohen Anforderungen an die Standortwahl mit bestmöglicher Sicherheit nicht bis 2031 abgeschlossen werden kann“. Bisher wollte Deutschland den Standort für die Endlagerung seiner hochradioaktiven Abfälle bestimmen lassen.

„Der Grundsatz der bestmöglichen Sicherheit muss auch zeitlichen Vorgaben untergeordnet werden, gleichzeitig darf das Ziel nicht aus den Augen verloren werden“, erklärte ein Ministeriumssprecher.

Suche nach einem Endlager für eine Million Jahre

Die Verzögerung ergibt sich aus einem Diskussionspapier der Bundesgesellschaft für EndRepository mbH (BGE). Es wurde im Auftrag der Umweltabteilung geschrieben. Trotz zäher Verfahren soll bis 2031 ein Standort feststehen. Ab 2050 soll das Endlager in Betrieb genommen werden. Im sogenannten Standortauswahlgesetz heißt es ausdrücklich: „Ziel ist es, den Standort für das Jahr 2031 festzulegen.“

„Das Standortauswahlverfahren zielt darauf ab, den Standort für ein Endlager zu finden, der über einen Zeitraum von einer Million Jahren die beste Sicherheit bietet“, sagte der Ministeriumssprecher. „Das ist ein hoher Anspruch und eine herausfordernde Aufgabe.“ Er wies auch darauf hin, dass das Jahr 2031 als Ziel aus den Ergebnissen der Endlagerkommission in das Standortauswahlgesetz übernommen worden sei. Allerdings war schon damals klar, dass der tatsächliche Zeitbedarf nur schwer abzuschätzen sein würde.

Das Umweltministerium kündigte an, auf Basis des Diskussionspapiers nun Gespräche mit dem BGE und dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BASE) zu führen. Daraus lassen sich dann Rückschlüsse ziehen. Das BASIS ist für die Begleitung des Auswahlverfahrens, der BGE für dessen Durchführung zuständig.

Die Suche nach einem Endlager für die in Deutschland produzierten hochradioaktiven Abfälle gestaltet sich seit Jahren schwierig.

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