Skip to content
Europäisches Land will offenbar Streumunition an die Ukraine liefern


Europäisches Land will offenbar Streumunition an die Ukraine liefern

Ukrainische Soldaten an der Front

© AFP

Ein europäisches Land will der Ukraine offenbar Streumunition zur Verfügung stellen – und Deutschland um eine Liefererlaubnis bitten. Sein Land wolle die umstrittene Munition nach Kiew liefern, sagte ein Beamter eines europäischen Landes am Mittwoch in Washington. Seine Regierung habe bereits über die Lieferung entschieden und wolle nun die Zustimmung Deutschlands zur Produktionsbeteiligung einholen. Der Vertreter wollte anonym bleiben und den Namen seines Landes nicht nennen.

Streumunition ist international verboten. Dabei werden Dutzende kleinerer Sprengkörper in die Luft geschleudert, die sich über eine Fläche von Hunderten Quadratmetern ausbreiten und wahllos Menschen töten oder verletzen. Russland wird vorgeworfen, im Angriffskrieg in der Ukraine Streumunition eingesetzt zu haben.

Zu den Lieferplänen seiner Regierung sagte der Vertreter des europäischen Landes, dass die Zustimmung Deutschlands voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen werde. Streumunition sei inzwischen technisch weiterentwickelt worden, „und die Kollateralschäden nicht mehr so ​​groß“ wie etwa in den 1940er und 1950er Jahren.

Weder Russland noch die Ukraine gehören zu den rund 110 Unterzeichnern einer internationalen Konvention, die den Einsatz, den Transport, die Herstellung und die Lagerung von Streubomben verbietet.

AFP