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Erkältung, Grippe, Corona: Diese Erreger bringen uns zum Husten


kalte Welle
Corona oder Grippewelle? Diese Krankheitserreger lösen bei uns Husten und Schnupfen aus

Schnupfen, Husten, Erkältung: Die Saison der Atemwegsinfektionen ist in vollem Gange

© iStock / Getty Images Plus

Personalausfälle und Gewebeberge: Besonders zwei Erkältungserreger machen uns das Leben schwer. Und: Wie gut Sie vor einer schweren Infektion geschützt sind, hängt auch davon ab, wo Sie leben.

Die ersten Schneeflocken mögen ein untrügliches Zeichen dafür sein, dass der Winter naht, aber auch andere Anzeichen sind: Notbetreuung in der Kita, Leerlaufzeiten in der Schule und hustende Kollegen im Homeoffice. Die kalte Jahreszeit und steigende Corona-Fälle belasten bereits jetzt den Alltag der Menschen. Dennoch bleibt das Interesse an Schutzimpfungen begrenzt. Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick.

Welche Erkältungserreger bereiten derzeit die größten Probleme?

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind Rhinoviren u. a SARS-CoV-2, wobei Rhinoviren in letzter Zeit häufiger auftreten. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Corona-Erkrankungen lag zuletzt bei 28 und damit vier Prozent höher als in der Woche zuvor. Die Inzidenz bezeichnet die Anzahl der dem RKI gemeldeten COVID-19-Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen. Mit 104 liegt der höchste Wert in der Altersgruppe der über 80-Jährigen. Allerdings wird kaum noch geprüft, weshalb den Statistikern heute deutlich weniger Daten für ihre Berechnungen zur Verfügung stehen als in den Vorjahren.

Im Deutschland Die vorherrschende Variante ist derzeit: EG.5 – auch Eris genannt. Allerdings ist die Schwere der Erkrankung bei diesem Omicron-Derivat im Vergleich zu anderen aktuellen Varianten unverändert.

Es gibt auch Anzeichen für eine zunehmende Verbreitung des RSVirus. Die Zahl der durch RSV verursachten schweren Atemwegserkrankungen hat in den letzten drei Wochen insbesondere bei Kindern unter vier Jahren deutlich zugenommen.

Wer erkrankt schwer und wer muss ins Krankenhaus?

Insgesamt steigt die Zahl der Menschen, die wegen einer Atemwegserkrankung zum Arzt gehen. Aufgrund von Impfungen und Infektionen sind jedoch insbesondere schwere Corona-Verläufe deutlich seltener geworden. Dies gilt auch für die Belegung der Intensivbetten Corona-Patienten auf niedrigem Niveau von 5,3 Prozent. Derzeit werden 658 Corona-Patienten beatmet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2-Infektion lag in der Woche vom 12. bis 19. November bundesweit bei 375. Im November 2022 waren es mehr als 1.000.

Wie sieht es mit dem Impfschutz aus?

Nach dem zweiten Stich wird es dünnflüssig – so viel kann man sagen. Bei der Grundimmunisierung schneiden die Deutschen nicht allzu schlecht ab: 76,4 Prozent waren zweifach geimpft. Bei den über 60-Jährigen sind es sogar 90,1 Prozent. Doch dann sinken die Zahlen: die ersten Auffrischimpfung Nur 85,5 Prozent der Gruppe „60 plus“ nahmen teil. Noch geringer ist das Interesse am zweiten Refresh: Lediglich 40,7 Prozent von ihnen haben es erhalten.

Auffällig ist auch die regionale Verteilung. Spitzenreiter ist erneut der Norden Deutschlands: Während in Schleswig-Holstein 63,8 Prozent der über 60-Jährigen vierfach geimpft waren und in Bremen 55,8 Prozent, sind es in Thüringen mit 21,3 Prozent und in Sachsen mit 22,2 Prozent deutlich weniger Menschen in diesem Alter Gruppe mit einer zweiten Auffrischungsimpfung.

Daran dürfte sich in den nächsten Monaten kaum etwas ändern. Denn die Zahl der Neuimpfungen ist überschaubar. Am vergangenen Montag beispielsweise wurden bundesweit gerade einmal 884 Menschen gegen Corona geimpft, die meisten von ihnen kamen Auffrischimpfungen.

Wer braucht wie viele Impfungen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt allen Erwachsenen eine Grundimmunität gegen SARS-CoV-2. Dies erreichen Sie entweder durch zwei Impfungen und mindestens eine Infektion oder mehr als drei Impfungen. Darüber hinaus sollten Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 weitere Auffrischungsimpfungen erhalten – idealerweise mit Impfstoffen, die an aktuelle Virusvarianten angepasst sind. Als Faustregel gilt ein Mindestabstand von zwölf Monaten. Sollten Sie sich in der Zwischenzeit infizieren, wird das Fenster erweitert.

Als Risikogruppe gelten alle Menschen über 60 Jahre oder Personen mit Vorerkrankungen. Auffrischungsimpfungen werden auch Bewohnern von Pflegeheimen, Personen mit einem erhöhten berufsbedingten Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion und engen Kontaktpersonen von Personen empfohlen, bei denen die Impfung voraussichtlich keine schützende Immunantwort aufbaut.

Und was ist mit der Grippe (Influenza)?

In der 47. Meldewoche dieses Jahres wurden dem Robert Koch-Institut mit 460 Fällen mehr Influenzavirus-Infektionen gemeldet als in den Vorwochen, die Zahl der Infektionen bleibt jedoch vorerst niedrig. Auf einen Anfang Grippewelle Derzeit gibt es nichts, was darauf hindeutet. Das ist nicht ungewöhnlich. Influenza-Infektionen erreichen typischerweise im ersten Quartal eines Jahres ihren Höhepunkt. Wer nicht krank im Bett liegen möchte, kann sich trotzdem impfen lassen. Besonders Risikogruppen wird eine Impfung empfohlen, da eine Grippeerkrankung für sie letztlich gefährlich sein kann. Wen bedeutet das? Dabei handelt es sich um dieselben Gruppen, für die Auffrischungsimpfungen gegen Corona empfohlen werden.

TippAuch interessant: Man kann sich auch gleichzeitig gegen Corona und Grippe impfen lassen: einmal im rechten Arm, einmal im linken Arm.