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Deutschland Nachrichten

Erdbebenübung in Japan: Zoo probt den Ernstfall – mit Plüschlöwen


Stand: 25.11.2022 10:28 Uhr

Japan ist eines der erdbebengefährdetsten Länder der Welt. Im Zoo in Osaka wurde eine kuriose Übung für den Ernstfall geübt und die Flucht eines Löwen simuliert – Plüschkostüm inklusive.

Ein japanischer Zoo hat die Flucht eines Löwen im Falle eines Erdbebens mit einer kuriosen Methode getestet: mit einem Löwenkostüm. Ein Mitarbeiter des Tennoji-Zoos in Osaka zog sich den flauschigen Strampler mit dem mächtigen Löwenkopf an und übernahm die Rolle des entflohenen Raubtiers. Während er dann unter den neugierigen Blicken der Besucher auf zwei Beinen durch die Anlage stolzierte, versuchten seine Kollegen mit Helmen, Schilden und Netzen und der Unterstützung von Feuerwehrbeamten, den „verrückten“ Mitarbeiter wieder einzufangen. „Das mag für die Besucher amüsant ausgesehen haben, aber für uns war es eine ernsthafte Übung“, sagte ein Zoosprecher.

Angriff auf Tierpfleger

Japan ist eines der erdbebengefährdetsten Länder der Welt. Deshalb werden jedes Jahr Katastrophenübungen im ganzen Land abgehalten. Der Zoo in Osaka ging diesmal davon aus, dass ein Löwe während der Öffnungszeiten aufgrund einer starken Erschütterung aus dem Käfig entkommen und einen Tierpfleger angegriffen hatte.

Streng nach Lehrbuch trieben die Einsatzkräfte den alles andere als bedrohlich wirkenden „Löwen“ mit Schildern und Stangen in die Enge. Am Ende zielte ein Tierarzt mit einer Betäubungspistole auf das lustige Tier, woraufhin sich der zweibeinige Löwe ein wenig theatralisch hinkniete, sich auf alle Viere streckte und sich am Ende, wohl etwas erschöpft, in Netze wickelte und seine Ruhe ließ abtransportiert – Gefahr gebannt.

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