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Deutschland Nachrichten

Energiekrise: Habeck hält Weiterbetrieb von Atomkraftwerken für notwendig


Stand: 27.09.2022 18:42 Uhr

Wirtschaftsminister Habeck geht davon aus, dass die beiden Atomkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim bis April 2023 am Netz bleiben müssen. Hintergrund sind die Prognosen zur Stromproduktion französischer Atomkraftwerke.

Nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Robert Habeck ist davon auszugehen, dass zwei Kernkraftwerke in Deutschland über das Jahresende hinaus in Betrieb bleiben. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die „Reserve“ gezogen wird und die Kernkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim im ersten Quartal 2023 ans Netz gehen.

Gemeinsam mit den Betreibern der Kernkraftwerke in Bayern und Baden-Württemberg habe sich sein Ministerium auf die Eckpunkte zur Umsetzung der geplanten Einsatzreserve verständigt, erklärte er. Diese sollen bis Ende Oktober in Gesetze gegossen werden.

Demnach sollen die beiden Kernkraftwerke nach dem Ende ihrer regulären Betriebsdauer am 31. Dezember 2022 in eine Betriebsreserve überführt werden. Sie sind bereit, einen drohenden Stromnetzengpass in Süddeutschland zu verhindern. Im Oktober soll ein Leck im Kernkraftwerk Isar 2 repariert werden. Das Kernkraftwerk Neckarwestheim wird Anfang 2023 „umgebaut“ und steht dann auch zur Verfügung.

Hauptgrund für die Entscheidung ist die angespannte Situation auf dem Strommarkt, die stark mit der fehlenden Stromproduktion in Frankreich zusammenhängt – dort stehen derzeit viele Kernkraftwerke still.

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