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Emotionale Worte: Hertha-Trainer Dardai spricht über den Tod von Kay Bernstein

Mit einem würdigen Festakt will Hertha BSC seinem verstorbenen Präsidenten Bernstein gedenken. Trainer Dardai steht vor einer schwierigen Aufgabe. Bei aller Trauer muss er auch an den Fußball denken.

Auch Pal Dardai bräuchte Zeit, die er nicht hat. Zeit zu verstehen. Zeit zum Trauern. Doch inmitten der unbeantwortbaren Frage nach dem Wie und Warum des frühen Todes von Präsident Kay Bernstein muss Dardai die Mannschaft von Hertha BSC auf den banal anmutenden Start in die Rückrunde der 2. Bundesliga am Sonntag (13.30 Uhr/RTL) vorbereiten. gegen Fortuna Bereiten Sie sich auf Düsseldorf vor.

Pressekonferenz bei Hertha BSC wurde abgesagt

„Wir haben allen psychologische Unterstützung angeboten. Alle waren diese Woche konzentriert. Außerdem verfügen wir über ein professionelles Umfeld, das es uns ermöglicht, uns auf unsere Arbeit zu konzentrieren. Aber natürlich kann ich nicht vorhersagen, was am Spieltag passieren wird“, sagte Dardai am Freitag. Die Berliner verzichteten auf die übliche Pressekonferenz, Fragen an den Trainer waren jedoch schriftlich möglich.

Dardai konnte sich an die Routinen halten. Die Personalsituation ist schwierig. Spitzenspieler Fabian Reese fehlt aufgrund der Folgen seiner Corona-Infektion weiterhin, Stürmer-Routinier Florian Niederlechner ist nach der Roten Karte gegen Osnabrück im Dezember gesperrt. Die Talente Bence Dardai und Ibrahim Maza sind nach Verletzungen noch nicht fit. Die Ausgangslage ist nach neun Spielen ohne Niederlage nicht aussichtslos. Sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Vom Aufstieg in Berlin kann man träumen. Normalerweise handelt es sich dabei um wichtige Themen.

Pal Dardai: „Es war unglaublich, das zu hören“

Aber im Moment ist nichts normal, nach Bernsteins unerwartetem Tod im Alter von 43 Jahren hat sich alles verändert. „Ich war schon früh auf dem Gelände. Es war tatsächlich mein freier Tag. „Die Nachricht war ein Schock, es war unglaublich, sie zu hören“, beschrieb Dardai die Ereignisse am Dienstag. Er hatte Bernstein kurz zuvor näher kennengelernt. „Wir sind erst seit vier Tagen gemeinsam im Trainingslager. Wir hatten vier sehr intensive Tage. Dies war das erste Mal in den letzten Monaten, dass dies passierte. Ich traf seine Frau und seine Töchter. „Es ist ein sehr hartes Schicksal“, sagte der 47-Jährige.

Die Berliner stehen noch immer unter Schock. Amber war Seele, Herz, Grundlage der Veränderung. Er war ein Bindeglied in einem Verein, der schon lange unter Zerrüttung litt. Wie sollten wir jetzt über Fußballspiele denken? Hertha sagte, die Mannschaft habe sich seit Mittwoch wie geplant auf das Düsseldorf-Spiel vorbereitet. „Natürlich hat diese Nachricht uns alle hart getroffen – auch die Spieler. Doch die Mannschaft hat in den letzten Tagen einen guten Eindruck hinterlassen. Wir sind offen mit dieser Situation umgegangen. Es wurde viel untereinander geredet. „Ich habe auch mehr geredet als sonst“, sagte Dardai.

DFB-Präsident Neuendorf kommt zur Trauerfeier

Eine Trauerfeier, wie es sie bei Hertha noch nie gegeben hat, wird vorbereitet. Eine Schweigeminute und ein Trauerband sind selbstverständlich. Vor dem Osttor des Olympiastadions steht eine Gedenkstätte und Kondolenzbücher sind erhältlich. Mit der Fanszene, die Bernstein Jahre vor seiner Karriere als Vereinsboss leitete, wird ein würdiger Rahmen diskutiert. Es kann kein Spieltag wie jeder andere sein. Zu Gast sind unter anderem der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, Sportsenatorin Iris Spranger, DFB-Chef Bernd Neuendorf und der israelische Botschafter Ron Prosor.

In einem achtminütigen Videointerview versuchten Geschäftsführer Thomas Herrich und Interimspräsident Fabian Drescher am Freitag, Antworten zu finden. Ihre gedämpften Stimmen und ihre Körpersprache zeigten, dass dies derzeit nur bedingt möglich war. Sie brauchen Zeit, jeder unterschiedlich viel.

Keine vorgezogenen Neuwahlen bei Hertha BSC

Und dennoch muss Konzentration möglich sein. „Wir haben am Sonntag um 13:30 Uhr ein Spiel. Das hätte sich Kay gewünscht, mit Vollgas an die Arbeit zu gehen, die vor uns liegt, und ab nächster Woche müssen wir nicht mehr wie gewohnt weitermachen, sondern wir.“ „Ich muss mit Vollgas und Konzentration an die Arbeit gehen“, sagte Herrich.

Drescher – Bernsteins Freund und Weggefährte – hat nun weitere Aufgaben zu erledigen. Es wird keine vorgezogenen Neuwahlen geben. Der Jurist wird das Präsidium bis zur regulären Abstimmung im Herbst leiten. „Wir sind alle immer noch schockiert über den Tod unseres Freundes und Kollegen“, sagte Drescher in dem von Hertha veröffentlichten Videointerview.

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Laut Satzung besteht der Vorstand derzeit aus sieben Mitgliedern und ist handlungs- und entscheidungsbefugt. Wichtig sei, „dass jetzt die gesamte Hertha-Familie zusammenhält.“ Dafür brauchen wir ein starkes Präsidium, und das sind wir. Wir wollen und werden den Berliner Weg fortsetzen. Für Kay. Für Hertha BSC“, sagte Drescher. (lg/dpa)

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