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Deutschland Nachrichten

Einbruch in Haus eines US-Politikers: Ehemann Nancy Pelosis angegriffen


Stand: 28.10.2022 23:15 Uhr

Ein Einbruch im Haus des US-Politikers Pelosi hat für schockierte Reaktionen gesorgt. Sie selbst war nicht da – ihr Mann wurde von dem Eindringling verletzt. Es gibt Hinweise darauf, dass er es auf den Politiker abgesehen hatte.

Der Ehemann der US-Demokratenführerin Nancy Pelosi wurde bei einem nächtlichen Einbruch mit einem Hammer verletzt. Die Polizei sagt, ein Mann sei in ihr Haus in San Francisco eingebrochen. Der Angreifer „Wo ist Nancy, wo ist Nancy?“ angerufen haben, berichten mehrere Medien unter Berufung auf Beamte.

Paul Pelosi wurde mehrfach am Kopf getroffen und ins Krankenhaus gebracht. Er werde sich voraussichtlich vollständig von dem Angriff erholen, sagte der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Drew Hammill.

Die Polizei sagte, sie seien gegen 2:30 Uhr in das Haus gerufen worden. Dort fanden Beamte den 82-Jährigen und den 42-Jährigen Angreifer, sagte Polizeichef William Scott. Beide hätten zum Hammer gegriffen. Der Angreifer entriss Pelosi den Hammer und begann ihn zu schlagen. Daraufhin wurde er von der Polizei überwältigt und festgenommen.

Paul Pelosi wurde bei der Hammerattacke verletzt.

Bild: REUTERS

Suche nach dem Motiv

Ihm würden unter anderem versuchter Totschlag, Körperverletzung und Einbruch vorgeworfen. Ermittlungen zu seinem Motiv wurden aufgenommen – es ist bislang unklar. Der festgenommene Mann hatte laut Wall Street Journal zuvor auf Online-Plattformen rechtsextreme Ansichten und Verschwörungstheorien verbreitet, unter anderem zur Corona-Pandemie.

Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, war zum Zeitpunkt des Einbruchs nicht in San Francisco. Der Parteifreund von Präsident Joe Biden hielt sich nach Angaben der Capitol Police in der Hauptstadt Washington auf. Sie ist oft das Ziel verbaler Angriffe der amerikanischen politischen Rechten. Ex-Präsident Donald Trump nennt sie immer wieder „Crazy Nancy“.

geschockte Reaktionen

Der Angriff ereignete sich anderthalb Wochen vor den Zwischenwahlen zum Kongress. Er löste schockierte Reaktionen aus. Präsident Biden sprach von einem „schrecklichen Angriff“. Der hochrangige republikanische Abgeordnete Steve Scalise sagte, er sei „angewidert“ von dem Angriff.

Politiker beider großen Parteien haben vor der Wahl Angst vor politischer Gewalt geäußert. Laut Capitol Police hat sich die Zahl der Drohungen gegen Abgeordnete seit 2017 mehr als verdoppelt. Pelosi, dessen Wahlkreis in San Francisco liegt, ist seit 2019 zum zweiten Mal Sprecher des Repräsentantenhauses. Der 82-Jährige ist es die Nummer drei im Bundesstaat nach Präsident Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris.

Ihr Spitzenamt dürfte sie allerdings bald verlieren: Laut Umfragen dürften die oppositionellen Republikaner den Demokraten bei den Kongresswahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus entreißen.

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