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Dresdner Stollenfest – Tausende Menschen feiern Striezel


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Teilnehmer am Umzug zum Dresdner Christstollenfest gehen über den Striezelmarkt. © Sebastian Kahnert/dpa

Wegen der Corona-Pandemie war das Fest in den vergangenen zwei Jahren ebenso abgesagt worden wie der Striezelmarkt in der sächsischen Landeshauptstadt. Aber jetzt funktioniert es wieder.

Dresden – Nach zwei Jahren ohne Stollenfest wegen der Corona-Pandemie feierte Dresden am Samstag wieder sein berühmtes Advents-Schmankerl. Tausende Schaulustige säumten die Straßen der Altstadt, als ein großer Striezel – eine alte Bezeichnung für Dresdner Christstollen – in einem feierlichen Umzug vom Theaterplatz zum Altmarkt gefahren wurde.

Dresdner Stollenfest – Tausende Menschen feiern Striezel
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, nimmt am Dresdner Stollenfest auf dem Striezelmarkt teil. © Sebastian Kahnert/dpa

Der Hunderte Meter lange Umzug der Stollenbäcker samt Schauspielstollenmädchen und historischen Bildern endete auf der Bühne des Dresdner Striezelmarktes, um die sich die Menschenmassen drängten. Dort wurde das festliche Gebäck dann mit dem nach historischem Vorbild gefertigten Stollenmesser zerschnitten und für den guten Zweck verkauft.

Seit 1994 hat das Spektakel Tradition. Wegen der Corona-Einschränkungen in den vergangenen zwei Jahren wurde es ebenso abgesagt wie der Striezelmarkt, wie der Weihnachtsmarkt in der sächsischen Landeshauptstadt heißt.

Die Idee geht auf ein legendäres Fest des sächsischen Kurfürsten August des Starken im 18. Jahrhundert zurück: das „Zeithainer Lustlager“ von 1730. Als Höhepunkt wurde in einem eigens dafür gebauten Ofen ein Riesenstollen gebacken, der in einer Zeremonie ins Lager gezogen wurde Prozession mitgenommen und mit einem eigens dafür angefertigten Stollenmesser geschnitten. dpa