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Drama bei Halloween-Feier: Mindestens 149 Tote bei Massenpanik in Seoul

Drama bei der Halloween-Feier
Mindestens 149 Tote bei Massenpanik in Seoul

Statt ausgelassener Freude herrscht Chaos: Bei einer Halloween-Feier in Seoul bricht Massenpanik aus. Die Behörden melden Hunderte Tote und Verletzte. Rettungskräfte aus dem ganzen Land sind im Einsatz. Bundeskanzler Scholz spricht nach der Tragödie sein Beileid aus.

Mindestens 149 Menschen starben in einer Menschenmenge während der Halloween-Feierlichkeiten in Südkorea, sagten Beamte. Bei dem Unfall am Samstag in der Hauptstadt Seoul wurden nach Angaben der Feuerwehr 150 weitere Menschen verletzt. Viele Opfer seien zu Tode getrampelt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Zustand einiger Verletzter ist ernst. Die Zahl der Toten könne weiter steigen, hatten die Rettungskräfte am frühen Abend angekündigt. Auch mehrere Ausländer wurden in Krankenhäuser gebracht.

Die Agentur Yonhap zitierte einen Augenzeugen mit den Worten: „Menschen wurden wie in einem Grab übereinander gestapelt. Einige verloren allmählich das Bewusstsein, während andere zu diesem Zeitpunkt tot aussahen.“

Während der Feierlichkeiten seien in einer engen Gasse in der Innenstadt zahlreiche Menschen gestürzt, teilte die Feuerwehr mit. Die Opfer wurden dann offenbar von einer großen Menschenmenge erdrückt, die während der Halloween-Feierlichkeiten im Stadtteil Itaewon auf einer schmalen Straße vordrängte. Berichten zufolge wollten viele der Leute einen Blick auf die Berühmtheit werfen.

Es ist in Bildern und Videos in den sozialen Medien zu sehen, wie Opfer auf dem Bürgersteig lliegen, während Umstehende versuchen, sie wiederzubeleben. Die Notrufzentrale sagte, sie habe mindestens 81 Anrufe von Menschen erhalten, die mit Atemnot zu kämpfen hatten. Choi Cheon-sik, ein Beamter der nationalen Feuerwehr, sagte Sky News zunächst, dass etwa 100 Menschen verletzt worden seien, darunter 50 mit Herzstillstand.

Die Menge blieb in der Nähe des Hamilton Hotels, einem beliebten Partyort in der Stadt, sagte er. Mehr als 400 Rettungskräfte aus dem ganzen Land sind im Einsatz, darunter fast alle in Seoul verfügbaren, fügte Choi Cheon-sik hinzu.

Der Bürgermeister von Seoul, Oh Se-hoon, befindet sich derzeit auf einer Europatournee, entschied sich jedoch laut Sky News, nach den Nachrichten nach Hause zurückzukehren. Der südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol sagte in einer Erklärung, dass die Behörden eine sofortige Behandlung der Verletzten sicherstellen und die Sicherheit der Festivalgelände überprüfen sollten. Er befahl auch dem Gesundheitsministerium, schnell medizinische Notfallteams zu entsenden und Betten in nahe gelegenen Krankenhäusern zu sichern, um die Verletzten zu behandeln.

Bundeskanzler Scholz spricht sein Beileid aus

Bundeskanzler Olaf Scholz hat den Hinterbliebenen und Opfern der Halloween-Tragödie in Südkorea sein Beileid ausgesprochen. „Die tragischen Ereignisse in Seoul erschüttern uns zutiefst“, sagte der SPD-Politiker am späten Samstagabend auf Twitter. „Unsere Gedanken sind bei den vielen Opfern und ihren Familien. Dies ist ein trauriger Tag für Südkorea. Deutschland steht an ihrer Seite.“

Das aus den USA stammende Halloween-Fest wird eigentlich in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November gefeiert. Sie geht auf einen keltischen Brauch zurück, wonach zu Beginn der dunklen Jahreszeit böse Geister vertrieben werden sollten.



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