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Politische Nachrichten

Die Zahl der Firmeninsolvenzen aufgrund der Energiekrise ist erstmals seit 2009 wieder gestiegen


Die Zahl der Firmeninsolvenzen aufgrund der Energiekrise ist erstmals seit 2009 wieder gestiegen

Euro-Banknoten

© AFP

Die Energiekrise lastet schwer auf der deutschen Wirtschaft und schlägt sich mittlerweile in der Zahl der Firmenpleiten nieder. Erstmals seit der Finanzkrise 2009 ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen wieder gestiegen, und zwar um vier Prozent im Vergleich zu 2021, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Dienstag mitteilte. Demnach gab es 2022 bundesweit 14.700 Insolvenzen, nach 14.130 im Vorjahr.

Creditreform sprach von einem „moderaten Anstieg“. Dies solle aber nur „der Auftakt zu einer weiteren Beschleunigung des Insolvenzverfahrens“ sein, warnte die Auskunftei. „Anhaltende Inflation, steigende Zinsen und Energiekosten sowie eine zunehmend härtere Wettbewerbssituation greifen die Substanz vieler Unternehmen an“, hieß es.

Das Jahr war geprägt von Großinsolvenzen wie der Warenhauskette Galeria Kaufhof und der Schuhkette Görtz. Folglich waren diesmal 175.000 Menschen von den Insolvenzen betroffen, verglichen mit 141.000 im Vorjahr. Mit ausstehenden Forderungen von 36 Milliarden Euro blieb der Gläubigerschaden jedoch unter dem Rekordwert von 51 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Der Dienstleistungssektor verzeichnete die meisten Insolvenzen, auch hier stieg die Zahl um 2,9 Prozent. Die Zahlen im Baugewerbe (17,3 Prozent) und im Verarbeitenden Gewerbe (15,2 Prozent) legten deutlich zu – im Handel sanken sie um 5,8 Prozent.

Die Verbraucherinsolvenzen gingen deutlich um 17,3 Prozent auf rund 65.300 Fälle zurück. Auch hier war ein Sondereffekt verantwortlich, denn diese Zahl war 2021 durch die Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens für überschuldete Verbraucher um 86,6 Prozent sprunghaft angestiegen. Dieser „Nachholeffekt“ ist inzwischen abgeebbt.

AFP

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