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Deutsche Staatsbürgerschaft: Faeser will die Einbürgerung erleichtern


Stand: 25.11.2022 01:11 Uhr

Kürzere Wartezeiten, kein Verzicht auf die alte Staatsbürgerschaft, Sonderregelungen für Kinder und Senioren: Einem Medienbericht zufolge will Innenminister Faeser die Einbürgerung in Deutschland erleichtern.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser will die Voraussetzungen für die Einbürgerung in Deutschland deutlich reduzieren. Das berichtet die „Bild“-Zeitung und beruft sich auf Informationen einer Schaltkonferenz zwischen dem Innenministerium und den zuständigen Ressorts der Länder.

Demnach plant Faeser, dass in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten sollen, wenn ein Elternteil seit fünf Jahren „seinen rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthalt“ in Deutschland hat.

Die Neuregelung soll den Zugang zum deutschen Pass erleichtern.

Bild: dpa

Die für die Einbürgerung von Ausländern erforderliche Aufenthaltsdauer im Land soll von derzeit acht auf nur noch fünf Jahre verkürzt werden. Bei „besonderen Integrationsleistungen“ ist die Einbürgerung bereits nach drei Jahren möglich. Gleichzeitig soll die Verpflichtung zur Aufgabe der bisherigen Staatsbürgerschaft bei der Einbürgerung abgeschafft werden.

Geringere Anforderungen an ältere Menschen

Dem Zeitungsbericht zufolge will Faeser die bisher erforderlichen Sprachnachweise für die Einbürgerung von Menschen über 67 Jahren streichen. Stattdessen soll künftig die „mündliche Verständigungsfähigkeit“ ausreichen. Auch der bisher geforderte Wissenstest über Deutschland entfällt für diese Gruppe.

Das Gesetzesprojekt befindet sich den Angaben zufolge noch in einer frühen Phase. Die Abstimmung der Pläne innerhalb der Bundesregierung steht noch aus.

Kritik von CDU und CSU

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei (CDU), kritisierte die geplanten Änderungen. „Der deutsche Pass darf kein Schrott werden“, sagte er der Zeitung. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andrea Lindholz (CSU) erklärte: „Ausländern in Deutschland wird damit ein großer Integrationsanreiz genommen.“

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