Wirtschaft und Börse

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat einen steuerpolitischen Maßnahmenkatalog vorgeschlagen


In dem Papier „Steuerpolitik in Krisenzeiten“ schlägt der BDI unter anderem einen Investitionsbonus, eine großzügigere Forschungsförderung und eine steuerfreie Rücklage zum Schutz vor Krisen vor. Das „Handelsblatt“ berichtete darüber.

„Die Wirtschaft wartet seit Beginn der Energiekrise auf steuerpolitische Signale der Bundesregierung“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner. „Gezielte Maßnahmen in der Steuerpolitik sind zentrale Hebel, um Liquidität, Arbeitsplätze und Investitionen im Hochsteuerland Deutschland zu sichern.“ Der BDI schlägt die Einführung einer Investitionsprämie für Digitalisierung und Klimaschutz vor. Diese soll „direkt an die Unternehmen gezahlt werden und unmittelbar die Anschaffungskosten der förderfähigen Vermögenswerte senken“, heißt es in dem Papier. Mit der Forderung greift der Verband ein Vorhaben aus dem Ampel-Koalitionsvertrag auf. SPD, Grüne und FDP hatten sich auf eine „Investitionsprämie für Klimaschutz und digitale Vermögenswerte“ geeinigt. Diese Superabschreibungen sollten eigentlich bis 2022 und 2023 gelten, sind aber noch nicht umgesetzt. „Inflation, hohe Energiepreise und Lieferkettenschwierigkeiten setzen deutsche Unternehmen massiv unter Druck“, sagte Gönner. „Die Ampelregierung sollte bereits Anreize für Investitionen zur Stärkung und Erholung des Standorts schaffen.“ Auch der BDI fordert, die steuerliche Förderung der Forschung auszubauen. Der Verband schlägt auch vor, eine Inflations- oder Energiereserve einzuführen. Unternehmen sollen einen Teil ihrer Gewinne steuerfrei in einer Rücklage parken können. Dies könnte ihre Liquidität erhöhen und sie so besser auf Krisen vorbereiten.

dts Deutsche Textdienst Nachrichtenagentur GmbH



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