Wirtschaft und Börse

Der Bundesrat hat heute das Kohlendioxid-Zuteilungsgesetz (CO2KostAufG) verabschiedet.


Studie zeigt: Verteilung der CO2-Steuer zwischen Vermietern und Mietern relativ ausgewogen. Ab 2023 wird die CO2-Abgabe zwischen Mietern und Vermietern nach ihrem Energieverbrauch aufgeteilt. Konkret belaufen sich diese deutschlandweit auf rund 1,1 Milliarden Euro Kosten. Die Kosten verteilen sich fast zu gleichen Teilen auf Mieter und Vermieter. Um übermäßige Belastungen für beide Seiten zu vermeiden, hat der Gesetzgeber zudem die CO2-Abgabe für die nächsten Jahre durch eine Änderung des BEHG gesenkt: Die für 2023 geplante Erhöhung des CO2-Preises wurde um ein Jahr verschoben. In den Jahren 2024 und 2025 wird zudem der bisher gesetzlich vorgesehene Festpreis um jeweils 10 Euro gesenkt. Bei einer durchschnittlichen deutschen Mietwohnung von 77,3 Quadratmetern bei einem Preis von 30 Euro pro Tonne liegen die jährlichen CO2-Emissionen bei rund 69 Euro bei einer Gasheizung und 96 Euro bei einer Ölheizung. Das sind die Ergebnisse eines wissenschaftlichen Gutachtens, das Wissenschaftler der TU Dortmund für ista erstellt haben.

„Das neue Gesetz gleicht die Lasten zwischen Mietern und Vermietern aus und zeigt, wie wichtig neben Renovierungen das Nutzerverhalten ist. Allein in den nächsten drei Jahren wird die CO2-Steuer insgesamt 3,9 Milliarden Euro betragen, davon gehen rund 2,1 Milliarden an die Vermieter und.“ knapp die andere Hälfte an die Mieter“, sagt ista Vorstandsvorsitzender Hagen Lessing. Vermieter können mit einfachen Maßnahmen die Energieeffizienz steigern. So kann eine Effizienzanalyse einen ineffizienten Betrieb der Heizungsanlage schnell erkennen und eine Verschlechterung der Heizungsanlage sofort aufzeigen. Dadurch können Heizkurve und Wassertemperatur dem optimalen Bedarf angepasst und Einsparungen von mindestens 10 Prozent sofort realisiert werden.“

In der emissionsstärksten Gebäudeklasse dominieren Ölheizungen

Das Kohlendioxidumlagegesetz sieht vor, dass ab dem 1. Januar 2023 die CO2-Abgabe zwischen Vermieter und Mieter nach Verbrauch aufgeteilt wird. Je mehr Emissionen ein Gebäude hat, desto höher ist der Anteil der Abgabe, der vom Vermieter getragen wird. Dazu werden Immobilien in zehn CO2-Klassen eingeteilt.

Nur 1,1 Prozent der Objekte mit Gasheizung und 0,3 Prozent der Objekte mit Ölheizung können der niedrigsten Emissionsklasse (weniger als 12 kg CO2/m² und Jahr) zugeordnet werden. In der Klasse der Gebäude mit den höchsten Emissionen (>52 kg CO2/m² pro Jahr) befinden sich mindestens 5,5 Prozent der Objekte mit Gasheizung und ganze 23,5 Prozent mit Ölheizung. Hier tragen Vermieter 95 Prozent der CO2-Steuer. Das sind die Ergebnisse eines wissenschaftlichen Gutachtens, das Statistik-Professor Walter Krämer für ista erstellt hat. Für den Report haben die Wissenschaftler der TU Dortmund Verbrauchsdaten von 242.849 Mehrfamilienhäusern für das Jahr 2020 aus der ista-Datenbank analysiert und auf den bundesweiten Bestand von 19,7 Millionen Mietwohnungen hochgerechnet. Anhand des Verbrauchs kann für jeden Energieträger die emittierte CO2-Menge berechnet und die zu erwartenden Steuern berechnet werden.

„Langfristig führt kein Weg an der Digitalisierung im Heizungskeller vorbei. Mit Hilfe des CO2- und Heizungsmonitorings können sich Vermieter kontinuierlich einen Überblick über den Zustand der Heizungsanlage und deren CO2-Belastung und bei optimierter Bewirtschaftung über beides verschaffen den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß effektiv reduzieren“, ergänzt ista CEO Hagen Lessing.

Regionale Unterschiede: Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind Spitzenreiter bei emissionsarmen Gebäuden – Schlusslicht ist Schleswig-Holstein

Die Studie zeigt: 15 Prozent der Gebäude in Deutschland haben einen CO2-Ausstoß von mehr als 3,7 Tonnen CO2 pro durchschnittlicher Wohnung. Besonders häufig sind diese emissionsintensiven Gebäude in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Bayern anzutreffen. Dadurch werden rund 55 Prozent der Gebühr von den Vermietern getragen.

Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt haben den emissionsärmsten Gebäudebestand. Gründe dafür sind unter anderem der gute energetische Zustand der Gebäude durch den Sanierungsschub in Ostdeutschland in den 1990er Jahren und der sehr geringe Anteil an Ölheizungen. Hier müssen Vermieter rund 44 Prozent der Gebühr schultern – mehr als zehn Prozentpunkte weniger.

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