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Demonstrationen: „Gib dem Frieden eine Chance!“: „Arsch-huh“-Friedensdemonstration in Köln


Demonstrationen
„Gib dem Frieden eine Chance!“: „Arsch-huh“-Friedensdemonstration in Köln

Der ehemalige Bundesvorsitzende der SPD: Norbert Walter-Borjans. Foto

© Thomas Banneyer/dpa

Eine Künstlerinitiative ruft zur Solidarität mit Israel und Gaza auf. Die Redner der Kundgebung verurteilen den Hamas-Terror und den Judenhass, haben aber auch Mitgefühl für die Opfer im Gazastreifen.

Hunderte Menschen sind dabei Köln bei einer Friedenskundgebung der Künstlerinitiative „Arsch huh“ unter dem Titel „Gib dem Frieden eine Chance!“ für den Frieden im Nahen Osten demonstriert.

Der „bestialische Angriff“. der Hamas„Ohne Wenn und Aber zu verurteilen ist, muss jede Form von Judenhass entschieden bekämpft werden“, sagte der ehemalige SPD-Bundesvorsitzende Norbert Walter-Borjans in seiner Rede. „Mit solch einer glasklaren Haltung kann man zugleich.“ haben Mitgefühl für 1,7 Millionen Menschen im Gazastreifen „Ja, natürlich!“ Damit reagierte er – wie auch mehrere andere Redner – auf Kritik, die im Vorfeld des Aufrufs zur Demo geäußert worden war.

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer, sagte seine Teilnahme wegen der Terrororganisation ab Hamas und die israelische Armee würde in dem Aufruf auf die gleiche Ebene gestellt. Er warf den Organisatoren vor, Israels Recht auf Selbstverteidigung zu leugnen.

Kritik an Netanjahu muss möglich sein

Der FDP-Politiker Gerhart Baum Lehrer stimmte in seiner Rede auf der „Arsch Huh“-Demonstration zu: Der Aufruf verurteilt zwar den mörderischen Angriff der Hamas, stellt Angreifer und Opfer aber auf eine Stufe. Es ist inakzeptabel, von „beiden Kriegsparteien“ zu sprechen. Es ist nicht akzeptabel, dass israelische Soldaten mit einer „terroristischen kriminellen Bande“ gleichgesetzt werden. Auch Kritik an Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, der sich mit rechtsextremen Kräften verbündet hat, oder an der „aggressiven Siedlungspolitik im Westjordanland“ müsse laut Baum möglich sein. „Das müssen wir auch sagen, wenn wir alle Aspekte dieses Streits ohne Angst betrachten“, sagte Baum.

„Arsch huh, Zäng ussenander“ (frei übersetzt: „Steh auf und mach den Mund auf“) versteht sich als eine der einflussreichsten Künstler- und Musikerinitiativen gegen Rassismus und Neonazis. 1992 mobilisierte die Initiative rund 100.000 Menschen zu Demonstrationen gegen Rechts.

dpa