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„Das ist dummes Gerede“: Mercedes-Chef Wolff macht seinem Ärger über die Red-Bull-Strafe Luft

„Das ist dummes Gerede“
Mercedes-Chef Wolff lässt Ärger über Red-Bull-Strafe raus

Knapp ein Jahr nach dem Saisonfinale 2021 verhängt der Weltverband FIA eine Strafe gegen Red Bull. Der Formel-1-Rennstall hat die Kostengrenze verletzt. Während die Österreicher über Lobbyismus anderer Teams klagen, lässt Mercedes-Chef Toto Wolff seinem Ärger freien Lauf.

Die Gegner von Red Bull sind mit den Strafen gegen das Weltmeisterteam wegen Verstoßes gegen die Formel-1-Kostengrenze im vergangenen Jahr nur bedingt zufrieden. „Im Allgemeinen ist es gut zu sehen, dass es eine Strafe gibt, egal ob wir sie zu niedrig oder zu hoch finden“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff gegenüber Sky Sports. Gegenüber dem Fachportal „motorsport.com“ ergänzte der 50-Jährige: „Und ich finde, es ist wie jede Bestrafung: Es reicht uns nicht, ihnen (Anmerkung der Redaktion: Red Bull) es ist zu viel.“

Der Rennstall des zweifachen Weltmeisters Max Verstappen wurde vom Automobil-Weltverband FIA mit einer Geldstrafe von sieben Millionen US-Dollar und einer zehnprozentigen Einschränkung der Nutzung aerodynamischer Tests belegt. Teamchef Christian Horner hatte vor allem angesichts der kürzeren Zeit im Windkanal von einer „drakonischen Strafe“ gesprochen. Er hatte den Verfolgern unter anderem Lobbyarbeit vorgeworfen, damit Red Bull hart sanktioniert werde. „Von drakonisch zu sprechen, ist übertrieben“, konterte Mercedes-Renningenieur Andrew Shovlin auf einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt.

Ferrari auch unzufrieden

Fakt ist aber, dass laut FIA-Ermittlungen nur Red Bull mehr Geld ausgegeben hat als erlaubt und es nicht nur um Verfahrensfehler ging. Umgerechnet rund 2,15 Millionen Euro lag Red Bull damit über den 148,6 Millionen, die 2021 erlaubt waren. Allerdings wiesen Horner und die FIA ​​auch darauf hin, dass diese Summe durch einen Verfahrensfehler begünstigt wurde, sonst wären es rund 500.000 gewesen US Dollar.

„Neun Teams haben sich an die Regeln gehalten und sind unter der Obergrenze geblieben“, betonte Wolff: „Die Formel 1 ist ein Sport, in dem Kleinigkeiten den Unterschied machen. Wenn etwas anderes behauptet wird, ist das Quatsch.“ Es gebe keinen mildernden Umstand, betonte der Mercedes-Teamchef.

Bei Ferrari befürchtet man, dass Red Bull das Geld, das dort durch die weniger Zeit im Windkanal und in den Computersimulationen frei wird, einfach woanders investiert. „Wir halten die Strafe für zu niedrig“, betonte Ferraris Sportdirektor Laurent Mekies. „Alles in allem glauben wir, dass die Auswirkungen der Strafe sehr gering sein werden.“

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