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Das 3:3 in Wembley hinterlässt beim Bundestrainer und den Nationalspielern gemischte Gefühle


Fragen an Bundestrainer Hansi Flick in der Pressekonferenz nach dem 3:3 der Fußball-Nationalmannschaft in London zum Abschluss der Nations League gegen England.

Mit welchen Gefühlen verlassen Sie dieses Spiel, besonders nach all den Emotionen in der zweiten Halbzeit?

Hansi Flick: Natürlich sind wir enttäuscht. Wir führten 2:0. Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen. Wir haben dann fast 20 Minuten richtig guten Fußball gespielt und sind verdient mit 2:0 in Führung gegangen. Dann gab es nach dem Tor eine kleine Pause. Es ist eine Phase, die uns nicht passieren sollte. Das sind Dinge, die wir einfach ansprechen müssen. Vieles haben wir gut gemacht. Was am Ende noch positiv ist, ist, dass wir nach dem 3:2 zurückgekommen sind und auf 3:3 gestellt haben. Damit können wir besser umgehen als mit einer Niederlage. Nicht aufgeben ist das, was wir brauchen. Aber in einer Viertelstunde lassen wir uns von den Engländern die Nerven erkaufen. Wir müssen es besser machen, weil wir eine erfolgreiche WM spielen wollen.

Jamal Musiala war sehr auffällig, nachdem er zuletzt nicht von Beginn an gespielt hatte. Hat er sich nun in die Startelf gespielt?

flick: Wir haben noch genug Zeit. Da kann so viel passieren. Aber Jamal hat gezeigt, warum er ein Ausnahmetalent ist. Beim zweiten Tor eroberte er den Ball in der eigenen Hälfte. Defensiv und offensiv ist er ein Spieler, der sehr gut für uns ist. Er kann dem Gegner Probleme bereiten und Situationen wie den Elfmeter herausholen. Er spielt den ein oder anderen Gegner aus, dann haben wir mehr Platz. Aber England ist eine Spitzenmannschaft, das darf man nicht vergessen. Wenn wir uns am 13. November treffen und der Kader steht, gehen wir mit einem positiven Gefühl zur WM.

Flick fordert Besserung

Was sagen Sie Ihren Spielern jetzt zum Abschied? Was raten Sie ihnen für die kommenden Wochen vor der WM?

flick: Ich finde es wichtig, dass jeder Einzelne in dieser Zeit noch an sich arbeitet, für mehr Fitness, Sicherheit, Überzeugung, Passen. Da müssen wir noch besser werden. Dann können wir als Team ein bisschen besser sein. Es ist notwendig.

Eine 0:2-Führung innerhalb von elf Minuten aufzugeben, ist das eher ein mentales Problem oder ein fußballtaktisches? Und reicht die kurze Vorbereitungszeit in Katar aus, um das zu stoppen?

flick: Gegentore resultieren auch aus individuellen Fehlern. Jeder Einzelne muss wissen, was er in seiner Position zu tun hat. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Aber wir haben auch vieles gut gemacht.

Was war positiv an der Woche, was war ein Rückschritt?

flick:Von zu Hause bin ich eher positiv. Das Spiel gegen Ungarn schließe ich komplett aus. Was die Abwehrkette betrifft, was die Automatismen betrifft, gab es hier eine gute Steigerung. Wir haben uns auch Chancen geschaffen. Wichtig ist, dass wir mit Überzeugung ins Spiel gehen.

Havertz und Werner als Duo?

Thomas Müller auf der Bank, das war ungewöhnlich. Wie wird die Entscheidung erklärt?

flick: Wir haben sehr gute Spieler. Mit Kai Havertz und Jamal Musiala haben wir zwei neue Spieler in die Offensive geholt, wir hatten im Vorfeld geplant, dass sie in England spielen. Jamal auf zehn, Kai vorne auf neun. Das haben wir für die zweite Halbzeit geändert, was sowohl für Kai als auch für Jamal gut war.

Kai Havertz und Timo Werner harmonieren gut. Ist das auch etwas für die WM?

flick: Beide spielten gut zusammen. Es könnte eine weitere Option sein. Vor allem Kai machte es gut, die beiden Tore zu erzielen. Das 2:0 war einfach toll. Timo hat den Ball sehr gut an Kai weitergegeben. Dann hat er den Raum und versenkt den Ball sensationell. Beide haben gezeigt, dass sie wichtige Spieler für uns sind.

Zwischen dem 1. Oktober und dem 13. November stehen den Spitzenspielern vor der WM noch 13 Spiele bevor. Wie kommt man als Bundestrainer den Jungs näher? Und wie viele Spiele schaust du dir an?

flick: Wir waren im Trainerteam viel unterwegs. Wir wollen sehen, was die Spieler im Stadion machen. Das ist unsere Aufgabe. Aber jeder hat viele Spiele, in England, hier in Deutschland, Spanien, England, Italien – es ist überall gleich.



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