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Corona-Pandemie: Mehr Infektionen mit omicron-Sublinien


Stand: 11.11.2022 02:23 Uhr

Mit den omicron-Sublinien BQ.1 und BQ.1.1 ist laut Robert-Koch-Institut in den vergangenen Wochen ein Anstieg der Corona-Infektionen zu verzeichnen – wenn auch auf niedrigem Niveau. Insgesamt gibt es weniger schwere Verläufe und sinkende Inzidenzen.

Die noch relativ neuen omicron-Sublinien BQ.1 und BQ.1.1 werden in Deutschland immer häufiger nachgewiesen, allerdings ist das Niveau noch recht gering. Der Anteil von BQ.1.1 lag laut Corona-Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) in einer Probe aus der vorletzten Woche bei mehr als vier Prozent. Gleiches gilt für BQ.1. Bisher wurde keine Zunahme der Krankheitslast beobachtet.

BQ.1 und BQ.1.1 sind Nachkommen von BA.5 – der Omicron-Variante, die hierzulande seit Monaten für die Mehrzahl der Infektionen verantwortlich ist. Beides soll sich nach Modellen der europäischen Seuchenbekämpfungsbehörde ECDC in den kommenden Wochen durchsetzen. Diese Erreger können sich ersten Erkenntnissen zufolge der Immunantwort geimpfter und/oder genesener Menschen besser entziehen als ihre Vorgänger.

Weniger schwere Verläufe, sinkende Inzidenzen

Insgesamt entspannt sich die Corona-Lage: „Die Zahl der schweren Fälle geht weiter zurück“, stellt das RKI auch zur Entwicklung der vergangenen Woche fest. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz ging in allen Bundesländern zurück. Es sei aber nicht auszuschließen, dass die Fallzahlen laut RKI wieder steigen. Der Bericht bezieht sich weitgehend auf die vergangene Woche, als die meisten Bundesländer am Montag oder Dienstag einen gesetzlichen Feiertag hatten. Teilweise gab es auch Herbstferien. Diese beeinflussen laut RKI die Anzahl der Kontakte von Menschen, aber auch das Testverhalten.

Impfungen können die Situation weiter entspannen

Wie schon in den Wochen zuvor warnt der aktuelle Bericht auch jetzt im Herbst vor einem hohen Infektionsdruck – nicht nur im Hinblick auf Covid-19, sondern auch wegen anderer Atemwegserkrankungen. Die Grippe- und RSV-Wellen haben bereits begonnen. RSV steht für Respiratory Syncytial Virus. Der weitere Verlauf und der Schutz von Risikogruppen hängen laut RKI „ganz wesentlich“ von der Anwendung der Impfungen gegen Covid-19 und Grippe (nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission), dem Verhalten und der gegenseitigen Rücksichtnahme ab.