Jannah Theme License is not validated, Go to the theme options page to validate the license, You need a single license for each domain name.
Deutschland Nachrichten

Bundeswehrbestände: Pistorius will Waffenlücken schnell schließen


Stand: 26.01.2023 05:15 Uhr

Deutschland liefert jetzt neben anderen Ländern Kampfpanzer an die Ukraine. Diese und andere abgegebene Waffensysteme schaffen jedoch Lücken in der Bundeswehr. Das Verteidigungsministerium will schnell gegensteuern.

Die Bundesregierung will die durch Waffenlieferungen an die Ukraine entstandenen Lücken in der Bundeswehr schnellstmöglich schließen. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) kündigte am Abend Gespräche mit der Rüstungsindustrie an, die bereits nächste Woche stattfinden könnten.

Gleichzeitig fordern SPD und Union eine bessere Koordinierung der Rüstungsproduktion in Europa.

3,3 Milliarden Euro deutsche Militärhilfe

Die Bundesregierung hat am Mittwoch angekündigt, Kampfpanzer des Typs „Leopard“ in die Ukraine zu liefern, nun wollen auch andere Länder solche Panzer aus deutscher Produktion liefern. Zu den bisherigen deutschen Lieferungen gehören das Flugabwehrsystem „Patriot“, Flugabwehrpanzer „Gepard“ und das Flugabwehrsystem „Iris-T“.

Pistorius hatte vergangene Woche angekündigt, im Frühjahr Waffen und Ausrüstung im Wert von einer Milliarde Euro in die Ukraine zu liefern. Damit erhöht sich die Gesamtsumme der deutschen Militärhilfe seit Kriegsbeginn auf 3,3 Milliarden Euro.

Gespräche mit der Rüstungsindustrie werden voraussichtlich nächste Woche beginnen

sagte Pistorius am Abend tägliche Themen, kommen die durch Waffenlieferungen an die Ukraine entstandenen Lücken zu den in den vergangenen Jahren „ordentlich aufgehäuften“ Ersatzdefiziten hinzu. „Wir tun jetzt alles dafür, dass schnell für Nachschub gesorgt wird“, betonte der Minister. Gespräche mit der Rüstungsindustrie will er sehr bald führen, voraussichtlich schon nächste Woche.

Pistorius fügte hinzu: „Wir brauchen mehr Rüstungsindustrie in Deutschland, aber ich denke, auch gemeinsam in Europa.“ Der SPD-Verteidigungsexperte Wolfgang Hellmich bestärkte Pistorius in seinem Vorgehen. „Wir müssen sehr schnell mit der Rüstungsindustrie zusammenkommen, um den Ersatz für die Leopard-Panzer in Serie zu bringen“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion im Deutschen Redaktionsnetzwerk. „Wir müssen mit einer Anschubfinanzierung und langfristigen Abnahmegarantien zusammenkommen, weil die Sicherheit unseres Landes es erfordert.“

„Wir handeln auch nicht alleine“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius zur Lieferung von „Leopard 2“ in die Ukraine

Tagesthemen 22:15 Uhr, 25.1.2023

Union fordert langfristige Unterstützungsstrategie

Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Florian Hahn, nannte es „grundsätzlich wichtig für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands, Leopard-Panzer, Munition und alles andere, was die Bundeswehr abgeben musste, sofort zu beschaffen“. In der „Augsburger Allgemeinen“ forderte der CSU-Politiker eine langfristige Förderstrategie, auf die sich auch die Hersteller einstellen könnten.

Bundeskanzler Olaf Scholz kritisierte in diesem Zusammenhang die ehemaligen Verteidigungsminister der Union für Fehler. „In vielen Fällen müssen die Produktionen wieder hochgefahren werden“, sagte der SPD-Politiker am Abend in der ZDF-Sendung „Was nun, Herr Scholz“. Für viele Waffen gibt es nicht genügend Ersatzteile oder Munition. Es gibt keine konstante Produktion im Zusammenspiel mit der Industrie. „So etwas sollte uns in Zukunft nicht passieren.“ Nun muss die Bundeswehr in den nächsten Jahren so ausgerüstet werden, dass sie in der Lage ist, das Land zu verteidigen.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"