Boeing landet aufgrund von Fahrwerksproblemen auf dem Rumpf in Istanbul

Stand: 8. Mai 2024 12:09 Uhr

Eine Boeing 767 des Logistikkonzerns FedEx musste am Flughafen Istanbul auf ihrem Rumpf landen und das vordere Fahrwerk konnte nicht ausgefahren werden. Niemand wurde verletzt. Die Pannenserie geht weiter.

Für den Flugzeugbauer Boeing gehen die Probleme weiter: Laut türkischen Medien musste ein Flugzeug des Logistikunternehmens Fedex am Flughafen Istanbul auf seinem Rumpf landen. Der Flughafen gab auf Plattform X, ehemals Twitter, bekannt, dass der Grund ein Problem mit dem Fahrwerk der Maschine sei. Bei der Maschine handelte es sich um eine Boeing 767. Verletzt wurde niemand.

Hydraulikfehler am Fahrgestell

In einem von der Nachrichtenagentur DHA verbreiteten Video war zu sehen, wie die Boeing mit dem Hauptfahrwerk aufsetzte und dann am vorderen Rumpfteil meterweit über die Landebahn rutschte. Der Flughafen teilte mit, dass das vordere Fahrwerk nicht ausgefahren werden könne. Das Frachtflugzeug startete in Paris. Der Fehler wurde offenbar vor der Landung entdeckt; Der Pilot habe den Kontrollturm aufgefordert, mit dem Rumpf zu landen, hieß es.

Anschließend seien Einsatzkräfte und Feuerwehr zur Landebahn entsandt worden, berichtete TRT. Die Einsatzkräfte arbeiteten am Morgen weiter daran, das Flugzeug von der Landebahn zu holen. Es habe einen hydraulischen Fehler im Fahrwerk gegeben, zitierte TRT das türkische Verkehrsministerium, das sich auf die Aussage eines Piloten berief.

Die Pannenserie geht weiter

Der Vorfall steht im Einklang mit anderen Pannen bei Boeing-Flugzeugen. Seit den Abstürzen zweier 737 Max-Jets mit 346 Todesopfern vor mehr als fünf Jahren steckt das Unternehmen in einer Dauerkrise. Ein mehr als 20-monatiges Startverbot für die Maschinen der Baureihe und Probleme bei anderen Modellen lassen den Hersteller seit März 2019 weit hinter seinen europäischen Konkurrenten Airbus zurückfallen.

Als Anfang Januar 2024 bei einem Flug der Alaska Airlines schließlich ein Rumpfteil einer fast neuen 737-9 Max ausbrach, wurde die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) aktiv. Zunächst durften Maschinen bis zur Durchführung einer technischen Prüfung nicht mehr starten. Auch die Produktions- und Kontrollprozesse nimmt die Behörde genau unter die Lupe.

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