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Blockbuster um Blockbuster: Das sind die Nominierten bei den Golden Globes

Blockbuster nach Blockbuster


Das sind die Nominierten bei den Golden Globes

Werden die Golden Globes es zu seinem früheren Glanz zurückbringen? Nach diversen Skandalen will sich der Filmpreis, der immer als Vorbote der Oscars gilt, wieder von seiner besten Seite präsentieren. Dafür setzt er auf jede Menge Kassenschlager und Starpower bei den anstehenden Awards.

Essen ist angerichtet. Die Hollywood Foreign Press Association (HFPA) hat die Nominierten für die Golden Globes bekannt gegeben. Auffallend: Mit „Top Gun: Maverick“, „Avatar: The Way of Water“, „Elvis“ und „Everything Everywhere All at Once“ wurden viele (potenzielle) Publikumshits nominiert.

Der Golden Globe hat erreicht, was die Oscars seit Jahren zu erreichen versuchen, indem er populärere Filme nominiert. Die kleinere irische Tragikomödie „The Banshees of Inisherin“ erhielt die meisten Nominierungen, insgesamt acht.

Vom Top-Gun zum Avatar

Mehrere Blockbuster wurden in der Kategorie „Bestes Drama“ nominiert. „Top Gun: Maverick“ ist der bisher erfolgreichste Film des Jahres. Außerdem gibt es mit „Avatar: The Way of Water“ einen kommenden Blockbuster. Auch Baz Luhrmanns Presley-Portrait „Elvis“ war ein Hit. An den Kinokassen weniger erfolgreich, dafür aber von der Kritik hoch gelobt, ist Steven Spielbergs autobiografischer Film „The Fabelmans“, der ebenfalls nominiert wurde. Er gilt derzeit als größter Oscar-Favorit. Das Künstlerdrama „Tàr“ mit Cate Blanchett als Dirigentin rundet die Kategorie Schauspiel ab.

Anders als in den Vorjahren ist die Kategorie „Beste Komödie/Musical“ dieses Mal stark besetzt. Mit „Everything Everywhere All at Once“ und „The Banshees of Inisherin“ konkurrieren zwei hochkarätige Oscar-Anwärter um den Golden Globe. Dazu kommen das Hollywood-Porträt „Babylon“ von „La La Land“-Regisseur Damien Chazelle, der mit der Goldenen Palme ausgezeichnete „Triangle of Sadness“ und „Glass Onion: A Knives Out Mystery“, die Fortsetzung des Krimi-Hits mit Daniel Craig in der Hauptrolle .

Nominiert sind Cameron und Spielberg

Die nominierten Regisseure verteilen sich auf drei Dramen und zwei Komödien. Nominiert sind James Cameron („Avatar: The Way of Water“), Baz „Elvis“ Luhrmann und der bereits erwähnte Spielberg für „The Fableman“. Martin McDonagh ist bei The Banshees of Inisherin an Bord und das Regieduo Daniel Kwan und Daniel Scheinert alias The Daniels bei Everything Everywhere All at Once.

Die größte Verliererin der Nominierungsrunde ist Sarah Polley. Ihr Kultdrama „Woman Talking“ wird beim Oscar hoch bewertet. Aber der Film wurde bei den Globes nicht als bestes Drama nominiert, und Polley bekam auch nichts als Regisseur. Immerhin ist sie für ihr Drehbuch nominiert.

Überraschungen von den Drama-Schauspielern

Es gibt Überraschungen, wenn es um den besten Hauptdarsteller geht. Neben den Favoriten Brendan Fraser („The Whale“), Austin Butler („Elvis“) und Hugh Jackman („The Son“) finden sich Namen wie Bill Nighy („Living“) und vor allem Jeremy Pope („The Inspektion“) , die nicht unbedingt zu erwarten waren. Stars wie Tom Cruise („Top Gun: Maverick“) und Will Smith („Emancipation“), die manche Beobachter im Auge hatten, fehlen.

Weniger Überraschungen gab es bei den Hauptdarstellern in Komödien und Musicals. Die Nominierten sind Diego Calva („Babylon“), Daniel Craig („Glass Onion: A Knives Out Mystery“), Adam Driver („White Noise“), Colin Farrell („The Banshees of Inisherin“) und Ralph Fiennes („The Speisekarte „).

Cate Blanchett als Favoritin

Die kategorieübergreifende Nebenbesetzung umfasst zwei aus The Banshees of Inisherin: Brendan Gleeson und Barry Keogh. Mit Brad Pitt („Babylon“) und Eddie Redmayne („The Good Nurse“) gibt es auch zwei Topstars. Ke Huy Quan rundet die Gruppe mit „Everything Everywhere All at Once“ ab.

Cate Blanchett („Tàr“) ist erneut die Favoritin für die Hauptdarstellerinnen des Dramas. Es wäre ihr vierter Globus. Ihre Konkurrentinnen sind Olivia Colman („Empire of Light“), Viola Davis („The Woman King“), Ana de Armas als Marilyn Monroe („Blonde“) und Michelle Williams („The Fabelmans“).

Michelle Yeoh hingegen gilt als Favoritin in der Hauptdarstellerin in der Kategorie Comedy/Musical. Sie tritt gegen Margot Robbie („Babylon“), Anya Taylor-Joy („The Menu“), Emma Thompson („Leo Lessons“) und Lesley Manville („Mrs. Harris and a Dior Dress“) an.

Nominierte Nebendarstellerinnen sind Angela Bassett („Black Panther: Wakanda Forever“), Kerry Condon („The Banshees of Inisherin“), Jamie Lee Curtis („Everything Everywhere All at Once“), Dolly De Leon („Triangle of Sadness“) und Carey Mulligan („Sie sagte“). Zumindest Bassett und De Leon sind große Überraschungen.

Deutschland setzt auf „Nichts Neues im Westen“

Ein deutscher Film darf auf den besten nicht-englischsprachigen Film hoffen. „Nothing New in the West“ tritt gegen „RRR“ aus Indien, „Argentina, 1985“ aus Argentinien, „Close“ aus Belgien und „Decision to Leave“ aus Südkorea an. Die Neuverfilmung des Romans von Erich Maria Remarque ist zugleich der deutsche Beitrag für den Auslands-Oscar.

In der Serie führt „Abbott Elementary“ das Feld an. Die Schulkomödie erhielt fünf Nominierungen, darunter die beste Komödie. In Sachen Drama hat „The Crown“ mit vier Nominierungen die meisten Nominierungen. Die Serie über Königshäuser ist neben „Better Call Saul“, „Ozark“, „Severance“ und dem „Game of Thrones“-Ableger „House of the Dragon“ als Dramaserie nominiert.

Die Golden Globes werden am 10. Januar 2023 verliehen. Anders als 2022 wird die Gala auch wieder im Fernsehen zu sehen sein. Nach verschiedenen Skandalen, darunter Bestechung und struktureller Rassismus, weigerte sich der NBC-Sender, ihn auszustrahlen, und mehrere Medien stellten die Berichterstattung ein.