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Blinder Hund läuft nach der Adoption 24 km zurück zum Tierheim


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Von: Sina Alonso García

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Trotz seiner Seh- und Hörbehinderung schaffte es Hund Gary, viele Kilometer zurück zu dem Tierheim zu laufen, aus dem er adoptiert wurde. © Facebook/Paka dla Zwierzaka

Der zwölfjährige, sehbehinderte Mischlingsrüde Gary hat nach vielen Jahren auf der Straße ein neues Zuhause in einem Tierheim in Polen gefunden. Obwohl er eines Tages adoptiert wurde, zog es ihn zurück zu seinen Betreuern.

Gdynia – Es klingt fast unglaublich, aber genau das ist in Polen passiert: Der zwölfjährige Mischlingsrüde Gary hat es trotz seiner Sehbehinderung geschafft, 25 Kilometer zu Fuß zurück zu seiner Adoptivfamilie zu laufen. Wie der polnische Fernsehsender tvn24 berichtete, sei Gary nach vielen Jahren auf der Straße erstmals in einem Tierheim des Vereins Paka dla Zwierzaka in Gdynia aufgenommen worden. Über dem Zwinger wohnten die Hausbesitzer – eine Familie mit drei Kindern, die Gary oft spazieren führten und ihm ans Herz wuchsen. Auch Gary hat sich schnell an die neue Umgebung gewöhnt.

Als Gary nach etwa drei Wochen von einem älteren Mann adoptiert wurde, zog er etwa 25 Kilometer vom Tierheim entfernt nach Żuków. Dort blieb er jedoch nicht lange. Als der neue Besitzer am Tag nach der Adoption versuchte, Gary ins Auto zu setzen, löste er sein Halsband und rannte weg. In den folgenden Tagen suchten Dutzende Menschen in Żuków nach Gary – unter anderem durch Aushänge oder durch Suchen im Internet. Nur drei Tage nach seinem Verschwinden gab es das erste Lebenszeichen von Gary – jemand hat ihn in einer anderen Stadt gesichtet. „Die Suche wurde auf einen größeren Radius ausgeweitet“, sagte die Präsidentin des Vereins Paka dla Ziwerzaka, Marta Słodnik.

Vermisster Hund Gary: „Er ist fünf Tage in der Kälte gelaufen, um nach Hause zu kommen“

Insgesamt fünf Tage waren vergangen, als Gary plötzlich wieder in Gdynia gesehen wurde. Die 10-jährige Hania, Tochter der Besitzer des Hauses, in dem sich das Tierheim befand, fand Gary schlafend im Wald – ganz in der Nähe ihres Hauses. Die Wächter seiner ehemaligen Unterkunft konnten es kaum glauben. Gary hätte allein etwa 25 Kilometer zurücklegen müssen. Aber eigentlich war der Hund, der im Wald lag, Gary. Nachdem die Kinder ihn gesehen hatten, ging er zum Tierheim. „Er ist fünf Tage in der Kälte gelaufen, um nach Hause zu kommen“, sagte Klubpräsidentin Marta Słodnik.

„Gary hat sich seine eigene Familie ausgesucht und wir respektieren seine Wahl“, sagte Słodnik. Der Hund ist nicht mehr zur Adoption freigegeben, sondern bleibt für immer bei seinen vorübergehenden Pflegern. Seine neue Besitzerin wurde die 10-jährige Hania, die Tochter der Hausbesitzer. „Der Mann, der ihn adoptiert hat, versteht die Situation und wir werden einen neuen Hund für ihn suchen“, sagte der Präsident des Vereins.

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Es ist nicht ungewöhnlich, dass verlorene Hunde zurückkommen. Das gibt den Tieren eine außerordentlich gute Orientierung. In Frankreich ist ein vermisster Hund sogar 380 Kilometer nach Hause gelaufen.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er war für viele Leser von besonderem Interesse. Deshalb bieten wir es wieder an.

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